Stellen-Abbau bei Ford: Mitarbeiter nehmen Deutschland-Chef in die Mangel

Köln - Der eingeschlagene Sparkurs bei Ford Europa hat zu Unmutsbekundungen in der Belegschaft geführt.

Die Belegschaft von Ford in Köln kritisiert de Sparkurs des Unternehmens.
Die Belegschaft von Ford in Köln kritisiert de Sparkurs des Unternehmens.  © DPA

Deutschlandchef Gunnar Herrmann trat am Dienstag auf einer turnusgemäßen Betriebsversammlung der Ford-Europazentrale und des Werks in Köln-Niehl vor die Belegschaft.

Er stellte den eingeschlagenen Kurs als unbedingt notwendig dar, um wieder zu nachhaltig profitablem Wachstum zu kommen.

Vor den rund 7000 Mitarbeitern musste der Manager herbe Kritik einstecken, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Es mangele an langfristigen Perspektiven, wurde moniert.

Ford Europa schrieb 2018 rote Zahlen, auch in den Jahren davor gab es immer wieder Defizite (TAG24 berichtete).

Am Vormittag hatte es eine Betriebsversammlung beim Ford-Standort in Köln-Merkenich gegeben, wohin rund 2000 Mitarbeiter kamen.

Die Stammbelegschaft von Ford Deutschland beläuft sich auf rund 24.000, davon 18.000 in Köln und 6000 in Saarlouis.

Ford-Mitarbeiter sollen freiwillig gehen

Ford hatte Anfang des Jahres das Sanierungsprogramm eingeleitet. Unlängst wurde bekannt, dass mehr als 5000 Stellen gestrichen werden sollen (TAG24 berichtete).

Die Mitarbeiter sollen freiwillig gehen, ihnen werden Abfindungen und Vorruhestands-Konditionen angeboten.

Wie hoch die Bereitschaft ist in der Belegschaft, aus freien Stücken zu gehen, ist noch unklar.

Titelfoto: DPA

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