Ihr glaubt nicht, was dieser Roboter simuliert!

Köln - Der Autohersteller Ford hat sich einen irrwitzigen Roboter programmiert. Im Sitzlabor des Ford Entwicklungszentrums in Köln-Merkenich simuliert der Autohersteller das Aus- und Einsteigen von verschwitzten Fahrern, die vom Joggen oder aus dem Fitness-Studio kommen.

Der Abdruck-Stempel simuliert einen Autofahrer auf dem Sitz.
Der Abdruck-Stempel simuliert einen Autofahrer auf dem Sitz.  © Ford-Werke GmbH

Viele Menschen fahren für den Sport mit dem Auto ins Grüne, steigen aus und joggen durch den Wald. Danach steigen sie verschwitzt ins Auto und belasten die Sitze hierbei ganz besonders.

Autohersteller Ford hat für diese Anforderungen einen Roboter namens "Robutt" entwickelt.

Der simuliert das jahrelange Sitzen und Einsteigen auf den Autositzen von Ford. Doch jetzt wurde der Roboter weiterentwickelt: Der Roboter simuliert nasse verschwitzte Insassen.

Und so funktioniert der Schwitz-Roboter im Kölner Forschungslabor: Für den Schweißtest nimmt der "Robutt" insgesamt 7.500 Mal auf dem Fahrzeugsitz Platz.

Der Sitzstempel (Foto) des Roboters wird auf 36 Grad erhitzt und mit 450 Millilitern Wasser getränkt.

So simuliert das System in nur drei Tagen das Äquivalent einer jahrzehntelangen Fahrzeugnutzung durch den normal verschwitzten Autofahrer.

Ford will durch Schwitz-Simulation Realität nachstellen

Florian Rohwer, Entwicklungstechniker beim Autohersteller, sagt zu den Tests mit dem simulierten Schweiß: "Autos sind ein Teil unseres Alltags, zu dem für viele Menschen auch sportliche Betätigung zählt - insbesondere zu dieser Jahreszeit".

Der "Robutt" wurde laut Ford erstmals bei der Weiterentwicklung des Ford Fiesta im Jahr 2018 verwendet und wird künftig bei allen europäischen Ford-Baureihen zum Einsatz kommen.

Der warme in Wasser getränkte Stempel wird in den Testsitz gedrückt.
Der warme in Wasser getränkte Stempel wird in den Testsitz gedrückt.  © Ford-Werke GmbH

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