Traurige Gewissheit! Kein Formel-1-Rennen mehr in Deutschland

Hockenheim - Im kommenden Jahr findet kein Formel-1-Rennen in Deutschland statt. Das geht aus dem Grand-Prix-Kalender hervor, der die Rekordzahl von 22 Rennen umfasst und am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2018: Sebastian Vettel fährt mit seinem Ferrari am Hockenheimring.
Im Jahr 2018: Sebastian Vettel fährt mit seinem Ferrari am Hockenheimring.  © dpa/Jan Woitas

In diesem fehlt die deutsche Hockenheim-Strecke.

Hockenheim galt schon länger als Streichkandidat, da sich die Rennstrecke bislang nicht mit der Formel-1-Führung auf einen neuen Vertrag einigen konnte.

Die Betreiber des Hockenheimrings sehen allerdings eine minimale Chance, im nächsten Jahr vielleicht als Ersatzausrichter in den Formel-1-Kalender nachzurücken.

"Sollte es bei anderen Rennstrecken Schwierigkeiten geben, wären wir für 2020 gesprächsbereit", sagte Jochen Nerpel, der neben Jorn Teske die Geschäfte auf dem Traditionskurs führen wird, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Im vorläufigen Formel-1-Kalender für 2020 fehlt der Grand Prix von Deutschland. Die Rekordanzahl von 22 Rennen muss am 4. Oktober vom Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA erst noch verabschiedet werden.

Max Verstappen aus den Niederlanden vom Team Aston Martin Red Bull Racing bejubelt seinen Sieg.
Max Verstappen aus den Niederlanden vom Team Aston Martin Red Bull Racing bejubelt seinen Sieg.

Der Vertrag für den Grand Prix von Italien in Monza ist noch nicht unterschrieben, auf den Strecken für die neuen Rennen in Vietnam und den Niederlanden laufen noch die Arbeiten.

"Für uns war die Konstellation 2020 nicht darstellbar", sagte Nerpel und verwies auf die hohen Zuschüsse anderer Kurse durch Sponsoren oder den Staat.

"In diesen Dimensionen können wir nicht mitspielen. Wir können uns als Hockenheimring kein Defizit leisten." Das spektakuläre Deutschland-Rennen in diesem Jahr konnte erst durch eine Sponsorschaft von Mercedes gerettet werden. "Da haben wir gesehen, wie schnelllebig das Geschäft sein kann", sagte Nerpel.

Die Hockenheimring-Geschäftsführer stecken nach eigenen Angaben in Gesprächen mit potenziellen Partnern für die Zukunft. "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand", versicherte Nerpel.

Beim Formel-1Grand-Prix 2019 am Hockenheimring gewann noch der Niederländer Max Verstappen (Red Bull), Sebastian Vettel (Ferrari) wurde zweiter. Für den deutschen wird es nun erstmal das letzte Heimspiel gewesen sein.

Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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