Formel-1-Hammer: Ferrari kickt Räikkönen raus

Maranello - Seine Fans hatten mit einer Online-Petition für einen Verbleib bei Ferrari gekämpft - vergeblich. Kimi Räikkönen (38) und die Scuderia gehen nach dieser Saison getrennte Wege.

Sebastian Vettel (l.) und Kimi Räikkönen sind seit 2015 Teamkollegen. Doch damit ist bald Schluss.
Sebastian Vettel (l.) und Kimi Räikkönen sind seit 2015 Teamkollegen. Doch damit ist bald Schluss.  © DPA

Wie der italienische Rennstall an diesem Dienstag mitteilte, wird Räikkönen nur noch bis zum Saisonende Formel-1-Teamkollege von Sebastian Vettel (31) bei Ferrari sein. Der 20 Jahre alte Franzose Charles Leclerc vom Sauber-Team wurde als Ersatz für Räikkönen bestätigt.

Der Fanliebling bleibt der Formel 1 trotz seines Ferrari-Abschieds jedoch erhalten. Via Instagram gab Räikkönen bekannt, dass er die nächsten zwei Jahre für Sauber fahren wird und damit dort die Nachfolge von Leclerc antritt.

Bei Sauber hatte der Finne seine Formel-1-Karriere 2001 gestartet. "Es fühlt sich extrem gut an, dorthin zurückzukehren, wo alles begann!", schrieb Räikkönen. Seit 2014 saß er für die Scuderia wieder am Steuer, nachdem er bereits von 2007 bis 2009 einen Ferrari pilotiert hatte.

Mit ihm gelang dem italienischen Rennstall 2007 der bislang letzte Gesamtsieg in der Fahrerwertung. Für Räikkönen blieb es der bisher einzige WM-Titel. Sein Abschied von Ferrari hatte sich im Lauf dieser Saison bereits abgezeichnet, obwohl sich Vettel mehrfach für den Finnen stark machte.

Räikkönen hatte sich in den vergangenen Jahren zumeist in die Rolle des Helfers für den Deutschen gefügt und in diesem Jahr mit guten Leistungen für sich geworben. Dennoch entschied sich Ferrari gegen eine weitere Vertragsverlängerung.

Zuletzt hatten sogar Fans mit einer Online-Petition dafür plädiert, Räikkönen bei Ferrari zu halten. Von angepeilten 150.000 Stimmen waren bis zur Bekanntgabe der Trennung am Dienstag knapp 87.500 zusammengekommen.

Räikkönen, der wegen seiner finnischen Coolness den Beinamen "Iceman" trägt, geht aus Fan-Umfragen regelmäßig als einer der beliebtesten Fahrer hervor. Immerhin bleibt er der Formel 1 treu.

Titelfoto: DPA


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