Sensation! Bei Horror-Unfall verlor er fast die Hand, jetzt fährt er Formel 1

Abu Dhabi - Acht Jahre kein Rennen: Ein schwerer Unfall schien die Formel-1-Karriere von Robert Kubica zerstört zu haben. Nun aber kommt er zurück. 2019 startet der Pole für den britischen Rennstall Williams.

Mit 33 Jahren kehrt Robert Kubica in die Königsklasse zurück.
Mit 33 Jahren kehrt Robert Kubica in die Königsklasse zurück.  © DPA

Es war im Februar 2011, als der heute 33-Jährige bei einem Rallye-Unfall beinahe seine rechte Hand verloren hätte. Sieben Stunden lang hatten zwei Teams aus sieben Ärzten den Polen damals operiert. Zunächst war sogar eine Amputation der Hand befürchtet worden.

Das konnte zwar verhindert werden, von einer normalen Leistungsfähigkeit ist sein rechter Arm jetzt allerdings noch immer weit entfernt. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Und trotzdem hat Kubica das Unmögliche geschafft.

"Es war eine Reise voller Herausforderungen, es zurück in die Startaufstellung der Formel 1 zu schaffen. Aber was fast unmöglich schien, fängt an, sich echt anzufühlen", sagt er selbst und spricht von einer der "größten Leistungen" seines Lebens. Ähnlich äußerte sich sein künftiger Rennstall.

"Jeder bei Williams ist immens beeindruckt gewesen, was er erreicht hat", sagte die stellvertretende Teamchefin Claire Williams über Kubica. Seine Rückkehr sei ein Verdienst von Charakterstärke und Hartnäckigkeit.

Robert Kubica bringt wichtige Millionen mit

In dieser Saison nahm Kubica bereits an einem Formel-1-Training teil.
In dieser Saison nahm Kubica bereits an einem Formel-1-Training teil.  © DPA

Allerdings dürften auch finanzstarke Sponsoren aus der Heimat des Polen ein Argument gewesen sein, das Cockpit neben dem 20 Jahre alten Neuling George Russell an Kubica zu geben. Medienberichten zufolge steuern sie eine zweistellige Millionensumme zum Williams-Etat bei.

2006 war Kubica in die Königsklasse eingestiegen, als er von BMW-Sauber verpflichtet wurde. Im Jahr darauf überstand er einen verheerenden Unfall beim Formel-1-Rennen in Kanada praktisch unverletzt. 2008 feierte er dort seinen ersten - und auch einzigen - Formel-1-Sieg.

Sein bisher letztes Formel-1-Rennen bestritt Kubica am 14. November 2010 auf dem Yas Marina Circuit. Bei den Testfahrten zur Saison 2011 zeigte der Pole danach auch noch mal sein Potenzial. Nicht erst seitdem galt er als hochtalentiert und als künftiger WM-Kandidat.

Kubica stand damals kurz vor einem Wechsel zu Ferrari, doch dann passierte der folgenschwere Unfall. Die Scuderia soll ihm nun auch einen Vertrag angeboten haben, allerdings lediglich als Simulator-Fahrer.

Titelfoto: DPA


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