Das ist der neue Ferrari-Alptraum! Mercedes-AMG stellt F1-Renner für 2019 vor

Stuttgart/Silverstone - Da ist er endlich und soll der Konkurrenz wieder massig Angst einflößen! Mercedes-AMG Petronas hat am Mittwoch seinen neuen Boliden für die Formel 1-Saison 2019 in Silverstone vorgestellt.

Lewis Hamilton (links im Bild) will in der Saison 2019 zum sechsten Mal Formel 1-Weltmeister werden. (Bildcollage)
Lewis Hamilton (links im Bild) will in der Saison 2019 zum sechsten Mal Formel 1-Weltmeister werden. (Bildcollage)  © DPA/Mercedes-AMG Petronas Motorsport

#WelcomeW10 war der dominierende Hashtag in den letzten Tagen, jetzt ist die Katze aus dem Sack.

Das Weltmeister-Team postet auf Facebook und Twitter Bilder des neuen Schmuckstücks mit der offiziellen Modellbezeichnung W10 EQ Power+.

Doch der Wagen wurde am Mittwoch nicht nur offiziell vorgestellt, sondern durfte auch gleich auf die Piste! Beim sogenannten "Shakedown"-Event dürfen die beiden Fahrer Valtteri Bottas und Lewis Hamilton bereits die ersten Kilometer auf der Strecke in Silverstone (Großbritannien) abspulen.

Die Piloten dürfen davon ausgehen, dass sie wieder ordentlich PS unter dem Allerwertesten haben, um die Mission Titelverteidigung erfolgreich anzugehen.

Denn Mercedes dominierte die Formel1-Weltmeisterschaft in den vergangenen Jahren nach Belieben. 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 - jedes Mal stand der silberne Stern ganz oben in der Wertung!

Teamchef Toto Wolff zurückhaltend

Mercedes-Teamchef Toto Wolff mahnt, dass jede Saison neue harte Arbeit bedeutet. (Archivbild)
Mercedes-Teamchef Toto Wolff mahnt, dass jede Saison neue harte Arbeit bedeutet. (Archivbild)  © DPA

Doch Teamchef und Geschäftsführer Toto Wolff lässt es vorsichtig angehen.

"Die Saison 2019 stellt uns alle vor neue Herausforderungen", sagte er. "Das Reglement hat sich erheblich verändert. Wir beginnen bei null und müssen uns erneut beweisen."

Man gehe mit null Punkten in die Saison und dürfe nichts als selbstverständlich ansehen. Denn durch die Regeländerungen für die neue Saison habe jedes Team eine Chance auf den Titel und man sehe jeden als einen möglichen Konkurrenten an, so Wolff.

Dennoch möchte man zum Beginn der Testfahrten in Barcelona bereits im Angriffsmodus sein.

Toto Wolff: "Wir möchten in Barcelona sofort voll einsatzbereit sein, um uns mit den Werten aus unseren Simulationen zu messen und zu erfahren, ob sich unsere Prognosen auf der Strecke bewahrheiten".

16 Monate Planung für Formel 1-Rennwagen

Valtteri Bottas in seinem neuen W10 EQ+ Power beim Shakedown in Silverstone.
Valtteri Bottas in seinem neuen W10 EQ+ Power beim Shakedown in Silverstone.  © Mercedes-AMG Petronas Motorsport

Wie viel Arbeit in der Entwicklung des Wagens steckt, hat der Technische Direktor für das Chassis, James Allison, in einem Facebook-Video erklärt.

"Bereits Ende 2017 ging die Entwicklung für den W10 für 2019 los! Denn im Winter, wenn auf den Strecken keine Motoren heulen, ist die wirkliche Hochzeit hinter den Kulissen", erklärt der Ingenieur.

Zuerst setzen sich die Leute für die Power Unit und die Karosserie zusammen, danach kommen schrittweise der Motor, das Benzin- und Kühlsystem, sowie die Hydraulik dazu.

"Wenn dann das erste Mal der Motor in der Fabrik aufheult, ist das ein emotionaler Moment für alle Mitarbeiter, denn dann ist die Arbeit auch zu hören", so Allison.

Obwohl Valtteri Bottas und Lewis Hamilton in der Winterzeit abwesend sind, sind sie doch immer präsent, da das neue Auto perfekt auf sie abgestimmt wird. Dabei profitieren die Ingenieure und Mechaniker von dem Feedback aus jedem Training, Qualifying und Rennen des vergangenen Jahres.

Jede Kurve in jeder Runde wird von den Fahrer akribisch analysiert, sie weisen auf Stärken und Schwächen hin und daraufhin versuchen die technischen Gurus, die Leistung des Wagens weiter zu steigern.

Der Shakedown am Mittwoch läutet nun die heiße letzte Phase der Saisonvorbereitung ein. Am kommenden Montag startet die erste Testwoche in Barcelona auf dem Circuit de Catalunya - ein erster Gradmesser im Vergleich mit der Konkurrenz, wenngleich die Zeiten noch nicht in Gänze aussagekräftig sind.

Ab dem 26. Februar startet die zweite Testwoche, bevor am 17. März das erste Rennen in Melbourne (Australien) stattfindet.

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