Huch! Forscher finden heraus: Bier macht schwul

Na, ob die Jungs nach dem zehnten Bier noch zu irgendetwas in der Lage sind ... ?
Na, ob die Jungs nach dem zehnten Bier noch zu irgendetwas in der Lage sind ... ?  © 123rf.com/gstockstudio

New York - Auch das noch! Pünktlich zum Ende der Grillsaison erreicht uns diese Nachricht: Nach dem zehnten Bier stehen Männer auch auf Männer. Vielleicht erklärt das ein paar Dinge, die der Eine oder Andere von Euch in diesem Sommer erlebt hat ...

Herausgefunden hat das ein US-amerikanische Forscherteam. Für die Studie "Sexuelle Bereitschaft mit Gleich- und Anders-Geschlechtlichen möglichen Partnern: Experimentelle Beweise aus der Bar-Szene" hatten sie untersucht, ob und weshalb sich Männer mit steigendem Alkoholpegel zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen.

Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin "Journal of Social Psychology" veröffentlicht. Danach sorgt ein steigender Alkoholpegel tatsächlich dafür, dass Männer andere Männern sexuell attraktiv finden und sich zu ihnen hingezogen fühlen. Bei Frauen gab es keine Veränderungen der sexuellen Geschlechter-Vorlieben.

Insgesamt befragten die Wissenschaftler 83 heterosexuelle Personen (51 Männer, 32 Frauen) in Bars. Dazu zeigten sie ihnen Fotos von verschiedenen Menschen und fragten, wie anziehend sie eine Person finden. Nach dem zirka zehnten Glas Bier waren die heterosexuellen Männer Frauen und Männern gleichermaßen zugeneigt. Macht Bier also schwul?

Der Alkohol selbst ändert keine sexuellen Präferenzen. Die Forscher vermuten aber, dass er kulturelle Vorurteile auflockert. In unserer westlichen, aufgeklärten Welt glauben wir zwar, tolerant und aufgeschlossen gegenüber homosexuellen Neigungen zu sein. Doch vor allem Männer sind gehemmt, offen dazu zu stehen, dass sie eben außer Frauen auch Männer interessant finden. Im nüchternen Zustand wäre das den meisten Männern unangenehm - auch aus Angst vor negativen Reaktionen aus der Gesellschaft.

Bei Frauen sind Bi- und Homosexualität viel mehr akzeptiert. Deshalb müssen sie auch nicht erst zur Flasche greifen, um ihre Hemmungen gegenüber anderen Frauen abzubauen.

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