Süßer Brief nach Kita-Einbruch: Kinder malen Fantasie-Phantombilder, und die Polizei ist begeistert

Berlin - Nach einem Einbruch in eine Kindertagesstätte in Forst (Kreisstadt des Landkreises Spree-Neiße in der Niederlausitz) macht die Polizei Jagd auf die vermutlich zwei Täter mit "Phantombildern" – jedenfalls so, wie sich die Kinder die Schurken vorstellen.

Mit diesen Phantombilder "fahndet" die Polizei nach den Einbrechern.
Mit diesen Phantombilder "fahndet" die Polizei nach den Einbrechern.  © 123RF, Screenshot/Twitter/palkoni (Bildmontage)

Wie tief muss der Schock bei den Kleinen sitzen, als sie am Montag in ihre Kita in Forst gingen?

Denn: Dort brachen am vergangenen Wochenende Ganoven ein. Nicht nur, dass sie alles durchwühlten und mit Bargeld entwischten, nein, sie demolierten auch Gebäude und Einrichtung. Kosten: mehrere Tausend Euro.

Daraufhin spitzten die Kinder ihre Bleistifte und zeichneten "Phantombilder", wie sie sich die zwei Täter – davon einer mit Geldsack – vorstellen würden.

Dazu schrieben sie: "Liebe Polizei, gestern sind Diebe in unseren Kindergarten eingebrochen. Sie haben viel kaputt gemacht und Geld gestohlen."

Und weiter: "Wir schicken Ihnen Bilder von den Kindern, die Diebe könnten so ausgesehen haben." Die Kinder haben eine klare Bitte an die Polizei: "Vielleicht hilft Ihnen das bei Ihrer Untersuchung und Sie finden sie und stecken sie in das Gefängnis."

Und der Freund und Helfer reagierte prompt, nachdem ein Cottbusser Vater der Kids ein Foto des Anliegens an die Polizei weiterleitete. Dazu schrieb er: "Unsere Kinder möchten euch gerne bei der Fahndung unterstützen. Sagt einfach Bescheid, wenn wir noch mehr helfen können."

Gesagt, getan. Die Polizei stellte das Foto auf Twitter und textete zu dem ungewöhnlicher Fahndungsaufruf: "Liebe Kinder, danke für eure tollen Phantombilder! Wir geben unser Bestes & hoffen die Einbrecher zu finden.“

Und: "Sie können bei diesem etwas anderen #Zeugengesucht helfen. Haben Sie Verdächtges am #Wochenende in der ev. #Kita in #Forst (SPN) gesehen?“ Infos nimmt jede Dienststelle entgegen, hieße es.

Bleibt zu hoffen, dass die Täter bald dingfest gemacht werden.

Titelfoto: 123RF, Screenshot/Twitter/palkoni (Bildmontage)

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