Forstarbeiter verwüsten Chemnitzer Zeisigwald

Baumfällungen hinterließen im Zeisigwald tiefe Furchen mit Ölspuren und viele herumliegende Äste.
Baumfällungen hinterließen im Zeisigwald tiefe Furchen mit Ölspuren und viele herumliegende Äste.

Chemnitz - Tief zerfurchter Waldboden, Ölfilme in den Pfützen, kreuz und quer liegende Äste - der Holzeinschlag hat in den vergangenen Wochen im Zeisigwald tiefe Spuren hinterlassen.

„Ein Frevel an der Natur, was hier mitten im Naherholungsgebiet geschieht“, ärgert sich Dietmar Kaiser (62), der oft im Zeisigwald spazieren geht. „Die schweren Harvester haben eine Zerstörung angerichtet, die in keinem Verhältnis steht. Die paar Stämme hätte man mit Traktor und Seilwinde herausziehen können.“

Der Chemnitzer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) will nun klären, ob Stadt oder Sachsenforst für die Zerstörungen verantwortlich sind. Sergej Sanwald (63), Vorsitzender der BUND-Regionalgruppe: „Nach einem Holzeinschlag müssen die Firmen den Wald in einem vernünftigen Zustand hinterlassen.

Auch aus ökologischer Sicht ist ein Reisigstapel als Brut- und Rückzugsort sinnvoller als kreuz und quer liegende Äste.“

Fotos: Sven Gleisberg


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