Blitztor, Elfer, Spitzenreiter: RB Leipzig grüßt wieder von ganz oben

Düsseldorf - Die Auswärtsmacht der Fußball-Bundesliga ist und bleibt RB Leipzig! Mit einem souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf bauten die Sachsen ihre starke Bilanz in der Fremde aus und übernahmen die Tabellenführung. Patrik Schick per Blitztor nach 64 Sekunden, Timo Werner (58./Handelfmeter) und Joker Nordi Mukiele (76.) sorgten vor 35.387 Zuschauern in der Merkur Spielarena für den sechsten Ligasieg in Folge.

Patrik Schick (hinten, 2. v.r.) erzielte seinen zweiten Saisontreffer bereits nach 64 Sekunden, Zack Steffen war ohne Abwehrchance.
Patrik Schick (hinten, 2. v.r.) erzielte seinen zweiten Saisontreffer bereits nach 64 Sekunden, Zack Steffen war ohne Abwehrchance.  © Picture Point/S. Sonntag

"Den ein oder anderen Punkt" will Fortuna-Coach Friedhelm Funkel (66) in den verbleibenden beiden Ligapartien noch holen. Doch im Samstagabend-Match erwartete ihn das beste Auswärtsteam der Bundesliga: Fünf Siege und ein Unentschieden aus sieben Partien auf fremdem Platz hatte keine andere Mannschaft geschafft.

Zudem war es das interessante Duell des ältesten gegen den mit 32 Jahren jüngsten Trainer (Julian Nagelsmann) der Liga. Neun lange Spiele und somit seit 26. Oktober (1:2 in Freiburg) war RB ungeschlagen - das sollte auch in Düsseldorf mit dem sechsten Ligasieg in Folge so bleiben.

Das erste Tor der ersten Halbzeit fiel bereits zu Beginn der 2. Minute durch Patrik Schick. Ein verwandelter Handelfmeter durch Timo Werner (58.) machte den Sack zu, Nordi Mukiele (76.) köpfte zum 3:0-Schlusspunkt ein.

Europa-League-Ausscheider Gladbach kann die Tabellenführung am morgigen Sonntag (15.30 Uhr) nur mit einem Sieg in Wolfsburg wieder zurückerobern. Düsseldorf bleibt Sechzehnter.

Nagelsmann wechselt fünfmal zurück - Schick knipst nach 64 Sekunden

Vergab eine der größten Chancen aufs 2:0 für RB und versteckte sich danach hinter seinen Handschuhen: Marcel Sabitzer.
Vergab eine der größten Chancen aufs 2:0 für RB und versteckte sich danach hinter seinen Handschuhen: Marcel Sabitzer.  © Picture Point/S. Sonntag

Alle fünf Spieler, die vor dem Lyon-Spiel aus der Startelf flogen, begannen diesmal wieder. Das waren Stefan Ilsanker, Marcel Halstenberg, Konrad Laimer, Marcel Sabitzer und Schick. Sie ersetzten Marcelo Saracchi (nicht im Kader), Mukiele, Amadou Haidara, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (alle Bank).

RB überraschte F95 schon kurz nach Spielbeginn eiskalt. Laimer legte den Ball an Niko Gießelmann vorbei, gab im Strafraum auf Schick, der im Fall zur 1:0-Führung nach nur 64 Sekunden traf (2.).

Zwei Minuten später stand plötzlich Sabitzer nach einer Halstenberg-Flanke frei am langen Pfosten, köpfte aber vorbei (4.).

Die erste vorsichtige Torannäherung hatten die Gastgeber in der 11. Minute, als sich Opoku Ampomah auf dem linken Flügel durchsetzte, doch seine Hereingabe konnte Dawid Kownacki nicht verwerten.

Trotz defensiv-gestaffelten Abwehrreihen hatten die Gäste mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Erst schoss Ilsanker aus der Halbdrehung drüber (21.), Schick verpasste per Kopf den Doppelpack (23.), Dayot Upamecano scheiterte doppelt in einer Situation (27.).

Die Fortuna kam nach einer halben Stunde und mit nur rund 25 Prozent Ballbesitz zwar wieder mal zu einem Abschluss, doch Marcel Sobottka verzog deutlich (31.). Nachdem ein von der Mauer abgefälschter Freistoß des sehr auffälligen Halstenberg knapp daneben ging, gehörte Düsseldorf die letzte Chance. Thommy zog von links durch Upamecano und Halstenberg hindurch nach innen, legte auf Dawid Kownacki ab, der am Pfosten scheiterte (44.).

Werner vom Punkt zum 16. - RB wieder Spitzenreiter

Timo Werner (r.) traf in der 58. Minute per Elfmeter zum 2:0.
Timo Werner (r.) traf in der 58. Minute per Elfmeter zum 2:0.  © Picture Point/S. Sonntag

Auch in die zweite Hälfte startete Leipzig gut.

Nach einer Flanke von Lukas Klostermann sah Timo Werner den weit vor dem Tor stehenden Zack Steffen, köpfte eine Bogenlampe, die der 1,90 Meter lange US-Amerikaner aber aus der Gefahrenzone wischen konnte (48.).

Danach war wieder nur RB am Zug. Ilsanker köpfte nach Nkunku-Freistoß vorbei (54.) und nach Sabitzers Flanke klärte Matthias Zimmermann mit der Hüfte über die Latte (55.).

Dann gab es Aufregung nach einem zur Ecke abgefälschten Torschuss von Lukas Klostermann. Die Bullen protestierten, dass eine Hand im Spiel war. Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) ging zum Bildschirm, sah sich die Szene mehrfach an - und zeigte auf den Punkt, weil er Kaan Ayhans Handspiel als strafwürdig einschätzte. Werner trat an und versenkte scharf und platziert zum 2:0 (58.).

Und RB machte eine Viertelstunde vor Schluss den Sack endgültig zu: Der kurz zuvor für Schick eingewechselte Bald-Papa Matheus Cunha leitete den nächsten Angriff ein, gab rechts raus auf Sabitzer, der seinen Gegenspieler verlud, nach innen flankte und Joker Mukiele fand, der per Kopf einnetzte - 3:0 (76.). Steffen war mit den Fingerspitzen dran, konnte den Ball aber nicht um den Pfosten lenken.

Der Bundesliga steht am vorletzten Spieltag des Jahres 2019 noch eine Englische Woche ins Haus. Im Topspiel treffen die Bullen am Dienstag - erneut auswärts - auf Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Sky). Zeitgleich spielt Düsseldorf in Augsburg.

Nordi Mukiele umarmte Marcel Sabitzer freudig strahlend nach seinem Treffer zum 3:0.
Nordi Mukiele umarmte Marcel Sabitzer freudig strahlend nach seinem Treffer zum 3:0.  © Picture Point/S. Sonntag

Die Start-Aufstellungen beider Teams:

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0