Foto gefällt nicht: Friedhof entfernt Grabstein einfach!

Adelaide (Australien) - Ein Australier starb im letzten April und wurde standesgemäß beerdigt. Sein Grabstein wurde jedoch vor Kurzem von der Friedhofs-Verwaltung entfernt.

Der unscheinbare Grabstein wurde entfernt.
Der unscheinbare Grabstein wurde entfernt.  © Screenshot/change.org

Peter Robert Bridge starb 2019 aufgrund einer Mukoviszidose-Erkrankung, an der bereits sein ganzes Leben litt. Als er auf einem Friedhof in Adelaide beigesetzt wurde, entschieden sich seine Angehörigen für einen Grabstein mit einem Foto von Bridge.

"Er sollte den bösen Sinn für Humor teilen, den Peter hatte", sagte sein Vater, Arthur Bridge, gegenüber den australischen Channel 9 News.

Die Familie entschied sich deshalb für ein ganz besonderes Foto des verstorbenen 33-Jährigen. Es zeigte ihn mit einem erhobenen Mittelfinger. "Pete hätte es geliebt, denn genau das war er", erklärte der Vater weiter.

Doch die Friedhofs-Verwaltung verstand scheinbar keinen Spaß und entfernte den Stein im Januar.

"Anscheinend hatte sich jemand beschwert. Aber das Foto ist so klein, dass man ziemlich nah dran stehen müsste, um zu sehen, was es zeigt", fuhr Vater Bridge fort.

Er sei vor allem deshalb wütend, weil der Grabstein kommentarlos entfernt wurde. "Sie haben meine E-Mail-Adresse. Sie wissen, wo ich wohne, das ist nur fünf Minuten die Straße rauf. Sie hätten einfach einen Brief in meinen Briefkasten stecken können", echauffiert sich Arthur Bridge.

"Es ist moralisch falsch."

Sogar Ärztin pflichtet im Grabstein-Streit bei

Dieses Foto geht für die Verwaltung des Friedhofs zu weit.
Dieses Foto geht für die Verwaltung des Friedhofs zu weit.  © Screenshot/change.org

Der Vater beteuerte weiter, dass die ganze Familie noch immer am Trauern sei. Dass jetzt der Stein fehle, mache die Situation für alle Angehörigen nicht einfacher.

"Mein anderer Sohn und meine Partnerin sind am Boden zerstört. Sie hat dieser Vorfall ganz an den Anfang zurückgebracht. Sie geht hinunter, um seine Grabstätte zu sehen, und dort ist nichts", erklärte er.

Um den Grabstein zurückzuholen, startete die Familie online eine Petition.

"Es war moralisch falsch, Peters Grabstein zu entfernen. Wir glauben, dass das Foto legal ist - wir brauchen diese Petition, um dies zu beweisen", heißt es dort. Über 3500 Leute haben sie bereits unterschrieben.

Die behandelnde Ärztin von Peter Robert Bridge schrieb sogar einen Kommentar dazu, der die Berichte des Vaters unterstützt.

"Peter war ein inspirierender junger Mann, der angesichts seines Leidens und seines tapferen Kampfes ums Leben scherzen und lächeln konnte - und das ist es, was das Foto für mich darstellt", schrieb Judith Morton.

Und weiter: "Was für ein wunderbarer Grabstein, der allen, die ihn kannten und liebten, ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde. Bitte ehren Sie einen jungen Mann mit einem großartigen Sinn für Humor, der seiner Familie in einem viel zu jungen Alter entrissen wurde."

Friedhofs-Verwaltung lenkt ein

Laut Channel 9 News soll die Verwaltung der Adelaider Friedhöfe versucht haben, die Familie zu erreichen und sogar Nachrichten auf dem Anrufbeantworter zurückgelassen haben.

Demnach hätte die Verwaltung sogar für einen neuen Grabstein bezahlt und den alten der Familie zur Verfügung gestellt. Denkbar wäre sogar gewesen, eine Art Medaillon anzufertigen, sodass das Foto erhalten bliebe, nur jedoch durch einen kleinen Aufsatz versteckt würde, der sich aufklappen ließe.

Doch die Familie von Peter Robert Bridge soll alle Vorschläge abgelehnt haben. Ob sie mit der Petition Erfolg haben werden, ist unklar. Letztlich hat die Verwaltung auf ihrem Grundstück das letzte Wort.

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