Deshalb knipst ein Fotograf verbrannte Orte

Bautzen - Mit seiner Kamera hält Jan Schenck (37) Orte fest, an denen die Nazis öffentlich Bücher verbrannt haben. Nun hat der Fotograf auch in Bautzen Fotos für den Online-Atlas "Verbrannte Orte" gemacht.

Fotograf Jan Schenck (37) fotografiert auf einem Parkplatz in Bautzen an der Löbauer Straße. Während der NS-Zeit fanden dort Bücherverbrennungen statt.
Fotograf Jan Schenck (37) fotografiert auf einem Parkplatz in Bautzen an der Löbauer Straße. Während der NS-Zeit fanden dort Bücherverbrennungen statt.  © DPA

Mehr als hundert Stellen, an denen Nationalsozialisten im Jahr 1933 Bücher verbrannten, sind schon auf der interaktiven Karte (www.verbrannte-orte.de) markiert.

"Ich will, dass die Orte nicht in Vergessenheit geraten", so der Fotograf aus Niedersachsen. "Wenn wir uns nicht erinnern, können solche Sachen wieder passieren."

Jan Schenck begann vor sechs Jahren damit, die Orte der Bücherverbrennungen zusammenzutragen. Nach einer längeren Auszeit nahm er das Projekt Ende 2017 wieder auf.

"Das Wiedererstarken der Rechtspopulisten hat mich motiviert, weiterzumachen." Neben Bautzen bereist er derzeit auch Zwickau und Leipzig. Dresden hat er schon besucht.

Dort wurden am 7. März 1933 vor der Volksbuchhandlung an der Großen Meißner Straße Bücher verbrannt.

Titelfoto: DPA

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