"Fotzen, Messerstecherei, Osama Flow!" Verwaltungsgericht entscheidet: Bushidos Album bleibt verboten!

Leipzig/Berlin - Bushidos umstrittenes Album "Sonny Black" beschäftigt am Mittwoch (11.00 Uhr) das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Bushidos Album "Sonny Black" darf seit 2015 nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.
Bushidos Album "Sonny Black" darf seit 2015 nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.  © DPA

Seit 2015 darf das Album des Rappers Bushido nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Damals landete es auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

Die Titel verherrlichten Gewalt und einen kriminellen Lebensstil, so die Begründung. Zudem seien viele Textpassagen frauen- und homosexuellenfeindlich.

Auf der Platte "Sonny Black" finden sich Titel wie "Fotzen", "Messerstecherei" oder auch "Osama Flow" wieder.

Der Berliner Rapper klagte gegen den Listeneintrag. Im Berufungsverfahren entschied das Oberverwaltungsgericht Münster zugunsten Bushidos: Das Gericht bemängelte, dass die Bundesprüfstelle vor ihrer Entscheidung verpasst habe, Künstler anzuhören, die neben Bushido am Album mitgewirkt hatten.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien legte gegen die Entscheidung Revision ein. Nun muss das Bundesverwaltungsgericht entscheiden, ob es Fehler im Verfahren gab (AZ: BVerwG 6 C 18.18).

Das Gericht ließ offen, ob es auch über inhaltliche Aspekte urteilen werde. Eine Entscheidung wird noch am selben Tag erwartet.

Bushidos Album zu Recht als jugendgefährdend eingestuft

Fahrzeuge von Personenschützern des Landeskriminalamtes Berlin stehen vor dem Bundesverwaltungsgericht.
Fahrzeuge von Personenschützern des Landeskriminalamtes Berlin stehen vor dem Bundesverwaltungsgericht.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19.14 Uhr

Bushidos Album "Sonny Black" ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden (Az: BVerwG 6 C 18.18).

Damit korrigierten die Richter am Mittwoch das Urteil der Vorinstanz und bestätigten die Entscheidung der Bundesprüfstelle, das Album auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen.

Bushido nahm an der Verhandlung selbst teil. Er sei "abgeschmiert auf ganzer Linie", sagte er nach der Urteilsverkündung.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Titel Gewalt "hemmungslos" darstellten. Seit 2015 darf das Album "Sonny Black" nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0