Sportstar enthüllt nach Monaten der Stille: "Ich habe den Krebs besiegt!"

Rom - Auf dem Platz war sie eine, die niemals aufgab, die bis zum letzten Punkt jeden Ball ausgrub. Nun hat die ehemalige French-Open-Siegerin, der Ex-Tenisprofi Francesca Schiavone, ihren größten Kampf gewonnen: Die Italienerin hat den Krebs besiegt!

Francesca Schiavone ist gezeichnet von ihrem Kampf gegen den Krebs, aber glücklich, ihn gewonnen zu haben.
Francesca Schiavone ist gezeichnet von ihrem Kampf gegen den Krebs, aber glücklich, ihn gewonnen zu haben.  © Screenshot/Twitter/FrancescaSchiavone

Mit einer emotionalen und aufwühlenden Nachricht meldete sich die 39-Jährige am späten Freitagabend auf Twitter.

Dort hatte sie lange Zeit geschwiegen, viele Menschen fragten sich, warum. Am 26. Juni hatte sie ein Bild gepostet, das sie mit einem Mädchen beim Training in Italien zeigt. Seitdem war es ruhig. Bis Freitagabend!

Francesca Schiavone hat ihre Haare verloren, allerdings sind schon wieder Ansätze auf ihrem Kopf zu erkennen. Sie beginnt ihre Nachricht: "Ich möchte Euch erzählen, was mir in den vergangenen Monaten passiert ist. Bei mir wurde ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Es war der schwerste und härteste Kampf meines Lebens", sagt sie mit ernstem Blick in die Kamera.

Dann folgt eine kleine Pause, Schiavone, die 2010 die French Open in Paris gewonnen hatte und im September 2018 ihre Karriere als professionelle Tennisspielerin beendete, holt tief Luft.

Dann huscht ein Lachen über ihr Gesicht und sie fährt fort: "Das Schönste ist, dass ich aus diesem Kampf als Siegerin hervorgegangen bin. Als mir das vor einigen Tagen gesagt wurde, bin ich vor Freude fast explodiert. Und auch heute bin ich immer noch überglücklich", erklärt sie.

Francesca Schiavone hat den Krebs besiegt: Petkovic, Rittner und Co. senden Nachrichten

Francesca Schiavone im Mai in Rom.
Francesca Schiavone im Mai in Rom.  © imago images / HochZwei/Syndication

Dann zeigt sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht auf ihren Kopf und ihr Herz und erklärt: "Ich bin hier und hier bereit für neue Projekte, die ich bereits hatte, aber nicht umsetzen konnte. Aber jetzt werden wir uns bald wiedersehen", sagt Schiavone.

Um welche Art von Krebs es sich handelt, gab die ehemalige Sandplatz-Spezialistin nicht preis.

Kurz nach dem Veröffentlichen der Nachricht war das Echo der ehemaligen Kolleginnen überwältigend. Viele Athleten und Trainer, die allesamt keine Ahnung hatten, welchen Kampf Schiavone durchleben musste, meldeten sich zu Wort.

"Ich liebe Dich, Franci, so sehr" schrieb beispielsweise Andrea Petkovic. Auch Barbara Rittner, ehemalige Fed-Cup-Chefin und mittlerweile "Head of Women's Tennis" im Deutschen Tennis-Bund kommentierte: "Das Gute ist: Wir wissen ALLE, wie stark Du bist und wir alle senden Dir ganz viel positive Energie, weil wir Dich lieben, weil wir dich kennen."

Noch im Mai hatte Schiavone angefangen, die dänische Spitzenspielerin Caroline Wozniacki zu unterstützen, die mittlerweile aber auch für Januar ihr Karriereende angekündigt hat.

Schiavone hat in ihrer Laufbahn acht Titel auf der WTA-Tour errungen, stand auf Platz sieben der Weltrangliste und erreichte ein Jahr nach ihrem French-Open-Triumph 2010 (6:4, 7:6 gegen Sam Stosur) 2011 erneut das Finale, unterlag in dem aber der Chinesin Li Na. (4:6, 6:7).

An all das wird sie sich erinnern, aber noch viel mehr an den größten Kampf, den sie in den vergangenen Wochen geführt und gewonnen hat!

Schiavone im Juni 2010 mit der Trophäe in Paris.
Schiavone im Juni 2010 mit der Trophäe in Paris.  © imago images / PanoramiC

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