Ribery sieht Rote Karte: Ehemaliger Bayern-Star geht auf Linienrichter los!

Florenz - Er ist 36 Jahre alt, hochdekoriert mit Titeln und hat so ziemlich alles erlebt. Und doch ist und bleibt er ein Heißsporn. Franck Ribery feiert in der Serie-A seine Rot-Premiere. Diese war leider mal wieder so vermeidbar, wie es sicher war, dass sie irgendwann kommen würde.

Läuft momentan bei Ciro Immobile. Der ehemalige Dortmunder trifft und trifft und trifft.
Läuft momentan bei Ciro Immobile. Der ehemalige Dortmunder trifft und trifft und trifft.  © Angelo Carconi/ANSA/dpa

Beim Sonntag-Abend-Spiel seines neuen Klubs AC Florenz gab es für die Viola gegen Lazio Rom eine bittere Pille zu Schlucken. In der 89. Minuten erzielte Ex-Dortmunder Ciro Immobile den 2:1-Siegtreffer für die Gäste aus der Hauptstadt.

Immobiles zehnte Nuss im neunten Spiel. Ribery sah diese jedoch nur noch von der Bank aus. Beim Stand von 1:1 wurde der Franzose in der 75. Minute für den Ex-Frankfurter Kevin-Prince Boateng ausgewechselt.

Nach dem Spiel sieht Ribery zunächst sich und seine Fiorentina von den Schiedsrichtern benachteiligt und anschließend buchstäblich Rot.

Doch der Reihe nach: Nachdem Correa die Römer zunächst in Führung brachte (22.) glich Chiesa fünf Minuten später für die Hausherren aus. Vorarbeit: König Franck! Wie in den besten Zeiten, zog er drei Gegenspieler von links kommend auf sich und setzte den 22-Jährigen Chiesa dann mustergültig in Szene.

Nach dem Siegtreffer Immobiles in der 89. Spielminute wurde die Schlussphase jedoch besonders hitzig. Die Viola versucht noch einmal alles, bekommt aber in der 95. Minute einen Handelfmeter und Riberys Team-Kollege Luca Ranieri infolgedessen die Ampelkarte. Streitbare Entscheidung.

Den fälligen Strafstoß verschoss Lazio zwar, jedoch gewannen sie die Partie dennoch.

Inmitten der Diskussionen verliert Franck Ribery die Beherrschung

Ärgerlich für den Franzosen. Bislang war er einer der wichtigsten Pfeiler in der Elf von Florenz-Trainer Vincenzo Montella.
Ärgerlich für den Franzosen. Bislang war er einer der wichtigsten Pfeiler in der Elf von Florenz-Trainer Vincenzo Montella.  © Jennifer Lorenzini/Lapresse/Lapresse

Doch mit Abpfiff gab es im Anschluss wilde Proteste der Gastgeber - und mittendrin auch Franck Ribery. Dieser monierte vor allem, dass der Siegtreffer der Himmelblauen nicht hätte gegeben werden dürfen, da diesem ein Foulspiel an seinem Team-Kollegen Riccardo Sottil vorausging, welches nicht geahndet wurde.

Und Franck Ribery wäre nicht Franck Ribery, wenn er in einer solchen Situation nicht kurzzeitig die Fassung verlieren würde. So schubbste er wutentbrannt einen der beiden Linienrichter im Eifer des Gefechts. Konsequenz: der rote Karton.

Wie lange der Ex-Münchner nun pausieren muss, wird sich noch zeigen. Beim Gastspiel in Sassuolo und zu Hause gegen Parma wird er aber auf jeden Fall zuschauen müssen.

Mit nun zwölf Punkten aus neun Spielen rangiert Florenz gegenwärtig auf dem neunten Tabellenplatz der Serie A.

Hier Riberys Schubbser im Video

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