Franck Ribery rockt die Serie A: Standing Ovations der gegnerischen Fans!

Mailand - Was für beeindruckende Szenen rund um Franck Ribery (36)! Es lief die 89. Minute im Giuseppe-Meazza-Stadion. Die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt entschieden. Der AC Florenz führte mit 3:1 beim AC Mailand. Dennoch gab es nochmal ein ganz großes Highlight.

Franck Ribery spielte im Giuseppe-Meazza-Stadion so gut, dass sich die gegnerischen Fans bei seiner Auswechslung erhoben und ihm Applaus spendeten.
Franck Ribery spielte im Giuseppe-Meazza-Stadion so gut, dass sich die gegnerischen Fans bei seiner Auswechslung erhoben und ihm Applaus spendeten.  © Jennifer Lorenzini/Lapresse/Lapresse via ZUMA Pres

Denn Fiorentina-Coach Vincenzo Montella zeigte eine große Geste. Er wechselte mit Ribery den Mann des Spiels aus.

Zwar waren nicht mehr alle der 48.367 Zuschauer anwesend, doch die Fußballfans, die noch im Stadion waren, sorgten für pure Gänsehaut-Atmosphäre.

Als Ribery langsam das Feld verließ, gab es erst leisen, dann immer lauter werdenden Applaus und schließlich sogar stehende Ovationen für den Weltstar, der sich artig bedankte, einmal um die eigene Achse drehte und dabei in die Hände klatschte.

Gerade im San Siro ist es eine absolute Rarität, das es einem Spieler einer gegnerischen Mannschaft gelingt, die Herzen der Mailand-Fans in knapp 90 Minuten im Sturm zu erobern.

Doch Ribery, mittlerweile stolze 36 Jahre alt, ist genau das gelungen. Denn er war neben dem dreifachen Vorbereiter Federico Chiesa der entscheidende Mann auf dem Platz.

Er bereitete mehrere Chancen in überragender Manier vor, zeigte unwiderstehliche Tempodribblings wie zu besten Zeiten, sprühte vor Spielfreude und hatte auch selbst einige Gelegenheiten.

Franck Ribery begeistert auch beim AC Florenz noch immer mit genialen Tempodribblings

Franck Ribery hat sich auf Anhieb in der Serie A beim AC Florenz zurechtgefunden.
Franck Ribery hat sich auf Anhieb in der Serie A beim AC Florenz zurechtgefunden.  © Claudio Giovannini/ANSA/AP/dpa/Jennifer Lorenzini/

Zwei Aktionen standen sinnbildlich für die Klasse, die Ribery auf den Rasen brachte: In der 12. Minute nahm er im Mittelfeld Tempo auf, sprintete auf zwei Milan-Verteidiger zu, lief zwischen ihnen hindurch, als wären sie Slalomstangen, scheiterte dann aber an Italiens Nationalkeeper Gianluigi Donnarumma. Doch Chiesa konnte so den Elfmeter herausholen, der zum 1:0 führte.

In der Schlussphase wurde er dann von Chiesa bedient, nahm den Ball an, ließ zwei Abwehrspieler ins Leere laufen und traf durch die Beine von Léo Duarte zum vorentscheidenden 3:0 - die pure Weltklasse (78.)!

Auch von diesen Situationen abgesehen ist der 81-fache französische Nationalspieler nach zwölf Jahren beim FC Bayern München in Italien und der Serie A angekommen.

Nach zwei Einwechslungen zu Saisonbeginn stand er zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf. In den vergangenen drei Partien war er jeweils an einem Tor beteiligt.

Gegen Atalanta Bergamo um den deutschen Akteur Robin Gosens traf er beim 2:2 per herrlichem Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 2:0 (Vorlage: natürlich Chiesa), gegen Sampdoria Genua legte er das 1:0 beim 2:1-Sieg auf und nun demonstrierte er seine noch immer herausragenden Qualitäten in Mailand.

Titelfoto: Claudio Giovannini/ANSA/AP/dpa/Jennifer Lorenzini/

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