Frank Richter hat es geschafft! Listenplatz für Landtagswahl gesichert

Frankenberg - Der große Aufstand gegen den ehemaligen Bürgerrechtler und Ex-CDU-Mitglied Frank Richter (58, parteilos) ist ausgeblieben: Auf dem SPD-Landesparteitag in Frankenberg wurde er - zwar mit mäßigem Ergebnis (69,2 Prozent) - auf den sehr guten Listenplatz sieben für die Landtagswahl gewählt. Ein Drama gab es dagegen um den langgedienten SPD-Finanzexperten Mario Pecher (56).

Er hat es auf einen sehr guten Listenplatz geschafft: Ex-CDU-Mitglied und Ex-Bürgerrechtler Frank Richter.
Er hat es auf einen sehr guten Listenplatz geschafft: Ex-CDU-Mitglied und Ex-Bürgerrechtler Frank Richter.  © Steffen Füssel

Gewählt ja, aber die große Zuneigung schlägt Richter damit noch nicht entgegen. Er war von SPD-Chef Martin Dulig (44) vorgeschlagen worden - doch nicht alle in der Partei freuten sich über den parteilosen Zuwachs. Schließlich ist die Zahl der aussichtsreichen Listenplätze angesichts von Umfragewerten von rund zehn Prozent nicht allzu groß. Die ersten 15 Plätze gelten als sicheres Ticket.

Zudem stehen einige auch der Person Richter kritisch gegenüber. Richter kokettierte in seiner Bewerbungsrede mit den Befindlichkeiten: "Es ist nicht an meiner Wiege gesungen worden, hier zu stehen und die Anrede "Liebe Genossinnen und Genossen" zu wählen." Aber er sei einer, der auf dem Hinweg zur SPD sei.

Um bei den SPD-Delegierten zu punkten, griff er CDU und AfD scharf an: "Ich will nicht, dass in Sachsen die AfD in diesem Jahr in eine Position kommt, in der sie maßgeblich an der politischen Regierungsbildung beteiligt ist."

Die Leipziger Gewerkschafterin Irena Rudolph-Kokot hat sich ebenfalls durchgesetzt
Die Leipziger Gewerkschafterin Irena Rudolph-Kokot hat sich ebenfalls durchgesetzt  © Steffen Füssel

Und weiter : "Der Glaubwürdigkeitstest, nicht mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen, habe die CDU noch nicht bestanden", sagte er mit Blick auf die Oberbürgermeisterwahl in Meißen, wo er als Parteiloser mit Unterstützung von SPD, Grünen und Linken angetreten war.

Bis Listenplatz 13 folgten die Delegierten den Vorschlägen Duligs, der selbst mit 87,5 Prozent auf Platz eins gewählt wurde. Vor allem aktuelle Abgeordnete wurden gewählt.

Drama dagegen um Platz 14: Trotz Fürsprache Duligs konnte sich der langjährige Zwickauer Abgeordnete und Finanzexperte Mario Pecher nicht durchsetzen, verlor knapp gegen die Leipziger Gewerkschafterin Irena Rudolph-Kokot (45). Pecher schmiss daraufhin hin, kandidierte nicht weiter.

Dulig hatte zuvor angekündigt, Brücken zu neuen Wählerschichten bauen zu wollen.

"Nur wenn wir Brücken bauen, bauen wir sie auch in die Wahllokale, wo Menschen dann sagen: Ich mache aus gutem Grund mein Kreuz bei der SPD."

Mario Pecher konnte sich nicht durchsetzen, verlor knapp gegen Irina Rudolph-Kokot .
Mario Pecher konnte sich nicht durchsetzen, verlor knapp gegen Irina Rudolph-Kokot .  © Steffen Füssel

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