Mia-Mörder erhängte sich in Zelle: Kein Hinweis auf Alkohol und Drogen

Frankenthal - Ein toxikologisches Gutachten hat nach dem Tod des verurteilten Mörders der 15-jährigen Mia keinen Hinweis auf fremde Substanzen im Körper des Toten ergeben.

Eine Skulptur in Form zweier Handflächen mit der Aufschrift "Miawarum?" und eine Rose liegen vor dem Tatort (Archivbild).
Eine Skulptur in Form zweier Handflächen mit der Aufschrift "Miawarum?" und eine Rose liegen vor dem Tatort (Archivbild).  © Andreas Arnold/dpa

Der Afghane war im Oktober leblos in seiner Zelle in Schifferstadt gefunden worden.

Es seien keine Spuren zum Beispiel von Drogen, Alkohol oder Medikamenten festgestellt worden, die kurz vor dem Tod eingenommen worden seien, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal am Dienstag auf Anfrage.

Bereits zuvor hatte die Justiz mitgeteilt, das es im Todesermittlungsverfahren nach dem Selbstmord von Abdul D. in der Jugendstrafanstalt keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gebe. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher.

Eine Obduktion der Leiche hatte ergeben, dass der aus Afghanistan stammende Abdul D. sich erhängt hat. Er hatte 2017 im pfälzischen Kandel seine Ex-Freundin Mia wohl aus Eifersucht getötet. Dafür war er 2018 in Landau zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da der Vorfall aber im Zusammenhang mit einer Straftat steht, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Abdul K. wurde tot in seiner Zelle gefunden (Archivbild).
Abdul K. wurde tot in seiner Zelle gefunden (Archivbild).  © Uwe Anspach/dpa

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa