Frankfurt will Stadtautobahn A661 unter die Erde verlegen

Frankfurt - Um Platz für dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, soll ein Teilstück der Stadtautobahn 661 in Frankfurt unter die Erde verlegt werden.

Verkehrsprojekt Riederwaldtunnel: Das Foto zeigt einen Blick auf die Großbaustelle am Autobahndreieck Erlenbruch an der Frankfurter Ostumgehung der A661.
Verkehrsprojekt Riederwaldtunnel: Das Foto zeigt einen Blick auf die Großbaustelle am Autobahndreieck Erlenbruch an der Frankfurter Ostumgehung der A661.  © DPA/Arne Dedert

Dazu will die im Römer regierende Koalition von CDU, SPD und Grünen der Stadtverordnetenversammlung am 4. April einen gemeinsamen Antrag vorlegen, wie die Fraktionen am Donnerstag mitteilten.

Auf der rund 1300 Meter langen Einhausung zwischen der Friedberger Landstraße und der Seckbacher Landstraße soll außerdem ein neuer Park entstehen, der die Stadtteile Bornheim und Seckbach miteinander verbindet.

"Mit der Einhausung der A661 sind umfassende stadtentwicklungspolitische, städtebauliche und landschaftsgestalterische Potenziale sowie positive stadtklimatische Effekte verbunden", heißt es in dem gemeinsamen Papier.

Am Rande des 80 Hektar großen Parks könnten zudem rund 3000 neue Wohnungen mit "hoher städtebaulicher Qualität erschlossen werden".

Planungsdezernent Mike Josef und Oberbürgermeister Peter Feldmann (beide SPD) begrüßten die Einigung der Koalitionsfraktionen. "Mit der Einhausung gehen wir ein stadtentwicklungspolitisches Jahrhundertprojekt an", sagte Josef.

Finanzierung der Einhausung noch völlig unklar

Zugleich kündigte er an, unmittelbar in vertiefende Gespräche mit Bund und Land einzutreten, um die Planung und Finanzierung auf solide Beine zu stellen. Feldmann bezeichnete die vereinbarte Lösung als "städtebaulich überzeugend".

Wie das Großprojekt finanziert werden soll, ist hingegen völlig unklar. Die Regierungskoalition hofft auf Zuschüsse von Land und Bund. Denn die Landesbehörde Hessen Mobil müsste im Zuge des Anschlusses der A66 an die A661 über den Riederwaldtunnel und das Autobahndreieck Erlenbruch an der betreffenden Stelle bis zu zehn Meter hohe Lärmschutzwände errichten.

Auf diese könnte Hessen Mobil jedoch verzichten, wenn die Stadtautobahn den seit Jahren kontrovers diskutierten Deckel bekommt.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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