Terrorverdächtiger Haikel S. (38) heute abgeschoben

Frankfurt - Die Abschiebung des terrorverdächtigen Tunesiers Haikel S. läuft. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll der als Gefährder geltende Mann am Mittwochmorgen von Frankfurt aus in sein Heimatland abgeschoben werden.

Am Mittwochmorgen wurde Haikel S. vom SEK zum Flughafen Frankfurt geleitet (Archivbild).
Am Mittwochmorgen wurde Haikel S. vom SEK zum Flughafen Frankfurt geleitet (Archivbild).  © dpa/Boris Rössler

Im Februar 2017 wurde er in der Frankfurter Bilal-Moschee festgenommen. Der Vorwurf: Er soll am Anschlag auf das Bardo-Museum (Tunesien) im Jahr 2015 beteiligt gewesen sein. Auch in Deutschland soll er für die Terrormiliz IS einen Anschlag geplant haben

Seitdem wehrte sich der in Abschiebehaft sitzende Tunesier vehement gegen die drohende Auslieferung. Am Montag (7. Mai) lehnte dann der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Beschwerde des Terrorverdächtigen ab, da diesem in seinem Heimatland Tunesien nicht die Todesstrafe drohe (TAG24 berichtete).

Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte sich der Abschiebung von Haikel S. nicht in den Weg. Das Straßburger Gericht lehnte den Eil-Antrag auf eine sogenannte vorläufige Maßnahme ab.

Am Mittwochmorgen wurde der 38-Jährige laut Informationen der Bild schließlich von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zum Frankfurter Flughafen transportiert. Dort solle er in einer eigens zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Maschine unter Polizei-Aufsicht bis zum Mittag nach Tunesien gebracht werden.

In seinem Heimatland droht ihm dann nach zwei gescheiterten Abschiebe-Versuchen der Prozess in Folge des Terroranschlags von 2015, berichtete die Bild weiter.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler


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