Amok-Fahrt durch die Stadt: Mann rast auf Polizisten zu

Gegen 19.15 Uhr konnte die Polizei die Amok-Fahrt stoppen (Symbolbild).
Gegen 19.15 Uhr konnte die Polizei die Amok-Fahrt stoppen (Symbolbild).  © dpa/Paul Zinken

Frankfurt - Ein 44 Jahre alter Mann mit ellenlangem Polizeiregister raste am Samstagabend wie von Sinnen mit einem gestohlenen weißen Opel Astra durch die Mainmetropole.

Bei der rasanten Fahrt ignorierte der "mutmaßlich unter Drogeneinfluss" stehende Frankfurter "ohne Rücksicht auf Verluste" rote Ampeln und Einbahnstraßen. Mehrere Fußgänger wurden dabei massiv gefährdet, beispielsweise in der Porzellanhofstraße, wo der 44-Jährige mit dem Wagen über einen Gehweg raste. "Nur mit viel Glück wurde niemand verletzt", heißt es weiter in der Meldung des Polizeipräsidiums Frankfurt vom Sonntagmittag.

Der Opel war bereits im Laufe des Samstagnachmittags im Frankfurter Ostend gestohlen worden. Danach war der Wagen laut Polizei in mehrere Unfälle verwickelt und immer wieder geflohen. Gegen 19 Uhr entdeckte eine Polizeistreife den flüchtigen Opel Astra im Bereich Hanauer Landstraße, Ecke Friedberger Anlage.

Als die Beamten an den weißen Wagen herangingen, drückte der 44-jährige Fahrer aufs Gas und raste gezielt auf den vor dem Auto stehenden Polizisten zu. Nur durch einen beherzten Sprung konnte sich der Beamte retten. Der 44-Jährige, der in Begleitung einer Frau in dem Opel unterwegs war, floh nach dieser Attacke in Richtung Innenstadt, wie weiter oben beschrieben.

Im Bereich Alte Gasse konnte der Wagen gegen 19.15 Uhr gestoppt werden. Der Fahrer und seine Begleiterin wurde festgenommen.

Gegen den in rund 280 Fällen polizeibekannten Frankfurter ermittelt nun die Mordkommission der Kriminalpolizei. Die Beamten bitten alle Zeugen um ihre Aussagen. Insbesondere die Fußgänger aus der Porzellanhofstraße sollen sich unter 06975553111 bei der Polizei melden.

Der 44-Jährige soll noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Seine ebenfalls polizeibekannte Beifahrerin kam unterdessen wieder auf freien Fuß.

Titelfoto: dpa/Paul Zinken


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