Polizei gibt Bahnhofsviertel auf: Bald Crack-Dealer überall?

Polizeieinsätze sind im Frankfurter Bahnhofsviertel an der Tagesordnung (Archivbild).
Polizeieinsätze sind im Frankfurter Bahnhofsviertel an der Tagesordnung (Archivbild).  © dpa/Boris Roessler

Frankfurt - Die Zustände im Bahnhofsviertel könnten sich schon bald verschlechtern. Die starke Polizeipräsenz, die seit Herbst vergangenen Jahres in dem Problem-Quartier für Ordnung sorgt, soll zurückgefahren werden.

Die "Besondere Aufbauorganisation" (BAO) im Bahnhofsviertel war 2016 ins Leben gerufen worden. Dafür wurden mehr als 100 Polizisten von anderen Polizeieinheiten in Frankfurt abgezogen und ins Bahnhofsviertel verlegt.

Mit ihrer massiven Präsenz halten die Beamten seitdem die Straßen- und Rauschgiftkriminalität rund um den Hauptbahnhof in Schach.

Schon im Mai diesen Jahres sagte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill gegenüber der Frankfurter Neuen Presse (FNP), dass die BAO im Herbst aufgelöst werden solle.

Er begründete dies mit der angespannten Personalsituation der Frankfurter Polizei: Die in der BAO dienenden Beamten fehlen in ihren eigentlichen Einheiten.

Die Bild-Zeitung erfuhr nun, dass die Pläne zur Auflösung der BAO konkreter geworden sind. Angeblich soll die Einheit "zum Dezember" aufgelöst werden.

"Wir gehen davon aus, dass es wieder zu katastrophalen Zuständen kommen wird, wenn wir die Manpower zurückfahren", zitiert die Bild-Zeitung einen nicht genauer benannten Polizeibeamten.

Bestimmen also bald wieder Drogendealer und andere Kriminelle das Straßenbild im Bahnhofsviertel?

Titelfoto: dpa/Boris Roessler


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