Frankfurt ist die Crack-Hauptstadt von Deutschland

Crack-Kristalle werden normalerweise von den Konsumenten in Pfeifen geraucht..
Crack-Kristalle werden normalerweise von den Konsumenten in Pfeifen geraucht..  © dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

Frankfurt - Die Mainmetropole ist eine "Hochburg" des Crack-Konsums in Deutschland. Lediglich in Hamburg wird die gefährliche Droge ähnlich oft konsumiert.

Dies erklärte Dr. Bernd Werse vom Centre for Drug Research der Frankfurter Goethe-Universität in einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse (FNP). Demnach spielt die Droge in anderen deutschen Städten nur eine sehr geringe oder gar keine Rolle.

Crack wird aus Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat hergestellt. Das Resultat sind Kristalle, die üblicherweise von den Konsumenten in Pfeifen geraucht werden. Die Substanz gilt als die Droge mit dem höchsten psychischen Abhängigkeitspotenzial.

Aus diesem Grund sieht der Wissenschaftler Dr. Werse auch eines der größten Crack-Probleme darin, dass "jemand anfängt zu konsumieren und stunden- oder zuweilen tagelang nicht mehr damit aufhört. Das kann, schon wegen des Schlafmangels, zu psychotischen Zuständen führen“, sagte er gegenüber der FNP.

In Frankfurt gelten das Bahnhofsviertel und hier insbesondere die Elbestraße als die Zentren des Crack-Handels und Crack-Konsums. Die Aggressivität in der Drogen- und Crack-Szene der Banken-Stadt hat in der jüngeren Vergangenheit immer mehr zugenommen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) erst im Mai berichtete.

Kein Wunder also, dass viele Menschen darüber besorgt sind, dass die Frankfurter Polizei ihre Präsenz im Bahnhofsviertel voraussichtlich schon im Herbst deutlich reduzieren will (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler