Bunter Protest gegen konservative "Demo für Alle" in Frankfurt

Die Regenbogenfahne ist das Symbol der LSBTIQ-Bewegung (Archivbild vom Christopher Street Day 2017 in Frankfurt).
Die Regenbogenfahne ist das Symbol der LSBTIQ-Bewegung (Archivbild vom Christopher Street Day 2017 in Frankfurt).  © dpa/Andreas Arnold

Frankfurt - Unter dem Titel "Demo für Liebe und Vielfalt" werden am Samstagmittag zahlreiche Menschen an der Frankfurter Hauptwache gegen die konservative Bewegung "Demo für Alle" (DfA) auf die Straße gehen.

Hinter der Aktion stehen die Aidshilfe Frankfurt und ein breites Bündnis verschiedener Organisationen aus dem Raum Frankfurt, die sich für die Belange von Homosexuellen, Bisexuellen, Intersexuellen, transidenten Personen und Queer-Persönlichkeiten einsetzen, wie in der Event-Beschreibung auf Facebook nachzulesen ist. Die Veranstalter werfen der "Demo für Alle" eine "rechts-konservative, homophobe, trans*phobe, inter*phobe und sexistische Einstellung" vor.

Die DfA lädt am Samstag in Frankfurt zu einem Symposium mit dem Thema "Öffnung der Ehe – Folgen für alle" ein. Die Organisation kämpft laut ihrer Selbstdarstellung gegen "Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder in Kita und Schule". Vor diesem Hintergrund steht die DfA der seit Juli 2017 in Deutschland rechtskräftig erlaubten gleichgeschlechtlichen Ehe ablehnend gegenüber.

Wie die "Demo für Alle" auf Nachfrage gegenüber TAG24 bestätigte, findet das Symposium am Samstag an einem geheimen Ort statt, da die Veranstalter nicht durch Gegendemonstranten gestört werden möchten. Auf die Gegendemo an der Hauptwache angesprochen, sagte DfA-Sprecherin Kerstin Kramer: "Eine Demo, die schon in ihrem Aufruf inhaltlich nichts anderes zu bieten hat, als uns Phobien anzudichten und uns als ‚rechts‘ zu verleumden, ist nicht ernstzunehmend."

Die Anzahl der Zusagen und interessierten Personen wird bei dem Aufruf zur "Demo für Liebe und Vielfalt" auf Facebook nicht öffentlich angezeigt. Es bleibt daher abzuwarten, wie groß die Demonstration am Samstag in Frankfurt werden wird. Bunt wird der Protest in jedem Fall sein.

Update, 19.01.2018, 14.30 Uhr: Das "Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt" behauptet auf Facebook, dass das Symposium der "Demo für Alle" in Kelsterbach stattfindet.

Die "Demo für Alle" gibt auf Ihrer Website allerdings weiterhin die Stadt Frankfurt als Veranstaltungsort an.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold


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