Ehedrama: Frau mit Hammerbeil erschlagen

Die Bluttat ereignete sich im vergangenen Jahr. Nun steht der Ehemann vor Gericht (Symbolbild).
Die Bluttat ereignete sich im vergangenen Jahr. Nun steht der Ehemann vor Gericht (Symbolbild).  © dpa/Uwe Zucchi

Frankfurt - Im Prozess um ein blutiges Familiendrama hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag zehneinhalb Jahre Haft für den wegen Mordes an seiner Frau angeklagten 48 Jahre alten Familienvater gefordert.

Vor dem Landgericht Frankfurt plädierte die Anklagevertreterin allerdings nicht auf den ursprünglichen Vorwurf des Mordes aus niedrigen Beweggründen, sondern auf Totschlag.

Die Tötung der 39 Jahre alten Ehefrau im Oktober vergangenen Jahres sei eindeutig als Affekttat anzusehen, Hass und Rache dabei nicht tatbeherrschendes Motiv gewesen.

Weil er die bevorstehende Trennung nicht verkraften konnte, hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft seine Frau mit einem Hammerbeil erschlagen. Anschließend begab er sich in die Frankfurter Innenstadt, wo er von der Galerie eines Kaufhauses 20 Meter in die Tiefe sprang, den Sturz jedoch schwer verletzt überlebte.

Obwohl ein Sachverständiger von einer "hochgradigen Affekttat" gesprochen hatte, hielt der Rechtsanwalt der Familie des Opfers am Mordparagrafen fest und beantragte lebenslange Haft.

Der Verteidiger teilte die rechtliche Sicht der Staatsanwältin, befürwortete jedoch ein "deutlich niedrigeres Strafmaß". Die Schwurgerichtskammer will am Mittwoch das Urteil verkünden.

Titelfoto: dpa/Uwe Zucchi


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