Junge (12) von Auto erfasst: Gaffer machen Fotos und helfen nicht

Der Zwölfjährige kam mit mehreren Knochenbrüchen in eine Klinik (Symbolbild).
Der Zwölfjährige kam mit mehreren Knochenbrüchen in eine Klinik (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Frankfurt - Am Dienstag kam es auf der Eschersheimer Landstraße zu einem verhängnisvollen Verkehrsunfall mit drastischen Folgen.

Gegen 11.10 Uhr wollte der Fahrer eines Linienbusses bei der U-Bahn-Haltestelle "Weißer Stein" abbiegen, musste im Abbiege-Manöver wegen eines Rückstaus jedoch wieder abbremsen. Ein Autofahrer, der den Bus mit seinem Wagen überholen wollte, kollidierte daraufhin mit dem Bus und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Wie die Polizei am Mittwoch weiter mitteilte, wurde das Auto nach dem Zusammenprall mit dem Bus über einen Fußgängerüberweg geschleudert, auf dem sich zu diesem Zeitpunkt ein zwölfjähriger Junge befand. Der Zwölfjährige wurde von dem Auto erfasst und zu Boden geworfen. Er erlitt mehrere Knochenbrüche und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der 57-Jährige Autofahrer erlitt nur leichte Verletzungen, der 48-jährige Busfahrer blieb unverletzt. An den Fahrzeugen sowie an einem Betonpoller, der von dem Auto gerammt wurde, entstand laut Polizei ein Sachschaden von über 20.000 Euro.

Nach dem Crash versammelten sich zahlreiche Gaffer an der Unfallstelle. Lediglich zwei der anwesenden Personen kümmerten sich laut Polizei bis zum Eintreffen der Sanitäter um den verletzten Jungen.

Alle anderen schauten bei der Rettung des Jungen zu und machten Fotos – sehr zum Ärger der Helfer und Einsatzkräfte.

Titelfoto: dpa/Julian Stratenschulte


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