Pilzvergiftung: Brauchen drei Kinder eine neue Leber?

Der Grüne Knollenblätterpilz sieht harmlos aus, ist aber hochgefährlich.
Der Grüne Knollenblätterpilz sieht harmlos aus, ist aber hochgefährlich.  © dpa/Bernd Wüstneck

Frankfurt/Essen - Weil sie den hochgiftigen Grünen Knollenblätterpilz gegessen haben, benötigen drei Kinder aus Frankfurt möglicherweise Lebertransplantationen.

Die drei Kinder und ihr Vater hatten versehentlich von den gefährlichen Pilzen gegessen, wie am vergangenen Freitag bekannt wurde. Danach wurden sie in zwei Frankfurter Krankenhäuser eingeliefert (TAG24 berichtete).

Die Familie schwebt noch immer in Lebensgefahr. Die drei Kinder wurden inzwischen in Spezialkliniken in Essen und Hannover verlegt, wie Hessenschau.de berichtet. Diese Kliniken sind demnach auf die "Behandlung von schweren Lebererkrankungen und -transplantationen spezialisiert".

Der Grüne Knollenblätterpilz enthält das Gift Amanitin, das ein komplettes Leberversagen verursachen kann. Schon der Verzehr eines einzigen Pilzes kann tödlich sein.

Bei der Familie handele es sich um syrische Flüchtlinge, berichtete der Sender hr-info unter Berufung auf eigene Informationen. Der Knollenblätterpilz sei in ihrer Heimat nicht bekannt.

Das Gesundheitsamt habe nun Warnungen vor dem Pilz in allen Frankfurter Flüchtlingsunterkünften aushängen lassen, heißt es in dem Radiobericht weiter.

Titelfoto: dpa/Bernd Wüstneck


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