Mit dem Klappmesser zehn Mal zugestochen

Wegen versuchtem Totschlag und Körperverletzung  muss der Täter ins Gefängnis (Symbolbild).
Wegen versuchtem Totschlag und Körperverletzung muss der Täter ins Gefängnis (Symbolbild).  © dpa/Jan-Philipp Strobel, TAG24/Florian Gürtler

Frankfurt - Für eine blutige Messerattacke auf seinen Schwager ist ein 43 Jahre alter Mann am Donnerstag vom Landgericht Frankfurt zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Die Richter gingen von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus, weil der Angeklagte sein Opfer im August vergangenen Jahres mit einem Klappmesser zehn Mal in den Oberkörper gestochen und damit an lebenswichtigen Organen erheblich verletzt hatte.

Hintergrund der Attacke in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) war der Umstand, dass der Schwager der Ehefrau des Angeklagten beim Auszug geholfen hatte.

"Der Angeklagte sah kein legales Mittel mehr, um den Auszug zu verhindern. Also griff er zur Selbstjustiz", sagte die Vorsitzende der Schwurgerichtskammer, die in Anbetracht der Vielzahl der Stiche von einem bedingten Tötungsvorsatz beim Angeklagten ausging.

Der Angeklagte hatte den Messereinsatz zugegeben, ihn jedoch auf vorausgegangene Attacken des späteren Verletzten zurückgeführt.

Dafür sah das Gericht nach mehrwöchiger Beweisaufnahme jedoch keine Anhaltspunkte.

Titelfoto: dpa/Jan-Philipp Strobel, TAG24/Florian Gürtler


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