Wenn 50 Glocken zusammen klingen: Das Große Stadtgeläute

Das große Stadtgeläute der Bankenmetropole erklingt am 24. Dezember ab 17 Uhr (Symbolbild).
Das große Stadtgeläute der Bankenmetropole erklingt am 24. Dezember ab 17 Uhr (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Frankfurt - Am Sonntag um 17 Uhr ist es wieder soweit: Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sowie alle Gäste der Stadt können den harmonisch aufeinander abgestimmten Klang von 50 Kirchenglocken erleben.

Das "Große Stadtgeläute" ist eine echte Besonderheit der Mainmetropole – und angeblich sogar einmalig, wie auf der Website der Stadt Frankfurt zu lesen ist. Die Glocken von insgesamt zehn Kirchen läuten dabei nach einem in sich geschlossenen Konzept, das nach dem Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau der Innenstadtkirchen von dem Mainzer Glocken- und Orgelbausachverständigen Prof. Paul Smets im Auftrag der Stadt ersonnen wurde.

Traditionell erklingt das große Geläute immer an vier Tagen im Jahr: dem Samstag vor dem ersten Advent, an Heiligabend, dem Samstag vor Ostern und an dem Samstag vor Pfingsten. Dabei ist insbesondere das Geläute am 24. Dezember in vielen Frankfurter Familien zu einer festen Institution geworden.

Vor der Bescherung und dem Festessen versammeln sich die Bürger auf dem Römerplatz und rund um den Frankfurter Kaiserdom um von 17 Uhr bis 17.30 Uhr dem Klang der Glocken zu lauschen. Gerade in der Nähe des Doms kann dies zu einer sehr intensiven Erfahrung werden: Der tiefe Klang der Glocke "Gloriosa" ist sogar körperlich spürbar.

Das Geläute im offiziellen Auftrag der Stadt Frankfurt gibt es seit einem Beschluss des Senats im Jahr 1856. Doch auch schon sehr viel früher war es üblich, alle Glocken der Stadt zusammen erklingen zu lassen, etwa im Rahmen der traditionellen Kaiserwahl in Frankfurt.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert


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