Kurden-Demo in Frankfurt: "Schluss mit der Erdogan-Diktatur"

Auf einem Banner warfen die Demonstranten dem türkischen Präsidenten Erdogan "Diktatur" vor.
Auf einem Banner warfen die Demonstranten dem türkischen Präsidenten Erdogan "Diktatur" vor.  © TAG24

Frankfurt - Die Demonstranten schwenkten die – in Deutschland verbotene – Fahne der kurdischen "Volksverteidigungseinheiten YPG" und bezeichneten die Regentschaft des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan (AKP) als "Diktatur".

Circa 50 Personen hatten sich am Freitagabend gegen 18 Uhr auf der Frankfurter Hauptwache versammelt, um ihre Solidarität mit der kurdischen YPG zu demonstrieren. Veranstalter der Demo war der Verein NAM-DEM, der sich selbst als "Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland" bezeichnet. Zahlreiche Polizeibeamte und Polizeiwagen waren vor Ort.

Die Demonstranten wendeten sich gegen den Einsatz des türkischen Militärs in der von Kurden bewohnten syrischen Grenzregion rund um die Stadt Afrin. In dieser Region ist die kurdische Miliz YPG ansässig, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird, jedoch zugleich ein enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien ist.

Die eher kleine Demonstration am frühen Freitagabend in Frankfurt könnte am Samstag in Köln eine deutlich größere Wiederholung finden. Für diesen Tag hat NAM-DEM zu einer Großdemo in der Domstadt aufgerufen (TAG24 berichtete).

Bereits am Mittwoch hatte auf dem Frankfurter Opernplatz eine pro-türkische Kundgebung stattgefunden. An dieser Demo hatten rund 200 Menschen teilgenommen. Die für denselben Tag angekündigte pro-kurdische Demonstration auf der Hauptwache war ausgefallen (TAG24 berichtete).

Zahlreiche Polizeibeamte waren vor Ort.
Zahlreiche Polizeibeamte waren vor Ort.  © TAG24

Titelfoto: TAG24


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