Schlichtungsversuch zwischen Lufthansa und Ufo geht in die nächste Runde

Frankfurt am Main - Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihrer Kabinengewerkschaft Ufo versuchen die Schlichter weiterhin ihr Glück.

Streikende stehen mit Fahnen am Flughafen.
Streikende stehen mit Fahnen am Flughafen.  © Matthias Balk/dpa

Der Ex-Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise und der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) haben die Tarifparteien an diesem Sonntag zu einem neuerlichen Schlichtungsvorgespräch nach Frankfurt eingeladen, bei dem der genaue Umfang der Themen festgelegt werden soll.

Das berichteten beide Seiten am Samstag.

Im Fall eines Scheiterns werde man weitere Streiks ankündigen, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur. Dies könne sowohl die Lufthansa-Kerngesellschaft als auch vier weitere Airlines des Konzerns treffen, die unter deutsches Tarifrecht fallen.

Das sind im einzelnen die Flugbetriebe Germanwings, Eurowings Deutschland, SunExpress Deutschland und Lufthansa Cityline.

Am Mittwoch war man nach einem ersten Treffen ohne greifbare Ergebnisse auseinander gegangen. Beide Seiten betonen eigentlich, eine möglichst umfassende Einigung mit einer Vielzahl tariflicher Themen anzustreben. Auf Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen.

In der Zwischenzeit wurde Lufthansas Personalvorständin Bettina Volkens abberufen, die für einen moderateren Kurs mit der Ufo stand.

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des heftigen Konflikts der vergangenen Monate.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0