Extrem brutale Messerattacke! Der Grund ist erschreckend gering

Frankfurt - Die blutigen Folgen eines Streits inklusive Messerattacke um eine ausgeliehene Jogging-Hose beschäftigen von heutigen Dienstag (8.30 Uhr) an das Landgericht Frankfurt.

Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen und musste operiert werden (Symbolbild).
Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen und musste operiert werden (Symbolbild).  © dpa/Patrick Seeger

Angeklagt ist ein 36 Jahre alter Marokkaner wegen versuchten Totschlags.

Er soll seinem Kontrahenten im Februar dieses Jahres nach dem zunächst verbalen Streit in einer Obdachloseneinrichtung in Frankfurt ein Küchenmesser mit großer Wucht in den Rachen gestoßen haben.

Das damals 42 Jahre alte Opfer wurde durch die Messerattacke schwer verletzt (TAG24 berichtete). Die Messerklinge musste herausoperiert werden.

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst vier Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.

In dem Prozess wird es auch um die Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten gehen: Er war zur Tatzeit mit 1,8 Promille erheblich alkoholisiert.

Hauptbelastungszeuge spurlos verschwunden

Update, 16 Uhr: Am ersten Verhandlungstag wurde vor Gericht lediglich die Anklageschrift verlesen, der zufolge sich der Streit an einer Jogginghose entzündet haben soll. Ob sich der mutmaßliche Täter zu den Vorwürfen äußern wird, steht noch nicht fest.

Wie auch bekannt wurde, muss die Schwurgerichtskammer des Frankfurter Landgerichts den Prozess ohne den Hauptbelastungszeugen führen. Das Opfer verweigerte trotz der schweren Verletzungen durch eine knapp 20 Zentimeter lange Klinge bei der Polizei die Aussage.

Später verschwand der Mann spurlos.

Vor dem Landgericht Frankfurt (Archivbild) wird von Dienstag an über den Fall verhandelt.
Vor dem Landgericht Frankfurt (Archivbild) wird von Dienstag an über den Fall verhandelt.  © dpa/Fredrik von Erichsen

Titelfoto: dpa/Patrick Seeger

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