Zwei Jahre Knast zusätzlich für Skandal-Rapperin Schwesta Ewa?

Die Rapperin Schwesta Ewa (Archivbild) wurde bereits zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Die Rapperin Schwesta Ewa (Archivbild) wurde bereits zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.  © DPA/Arne Dedert

Frankfurt - Beim Rappen ist ihr loses Mundwerk Gold wert, doch jenseits von Bühne und Musikstudio sollte Schwesta Ewa ihre Zunge besser im Zaum halten. Mit einem Instagram Live-Video wandte sich die Frankfurter Rapperin an ihre Fans und zog dabei ordentlich vom Leder.

Die 33-jährige Musikerin erzählt in dem 40-Minütigen Clip, der auch auf YouTube zu sehen ist, von ihrer Zeit in Untersuchungshaft und erhebt dabei einen schweren Vorwurf: Angeblich wurde die sie im Gefängnis vom Wachpersonal angesprochen und zum Sex aufgefordert. "Wisst ihr, dass Wärter zu mir gekommen sind (…) und mich bumsen wollten", sagt die Rapperin wörtlich (TAG24 berichtete).

Aus dem Video geht auch hervor, dass Schwesta Ewa Angst davor hat, dass die wegen Steuerhinterziehung gegen sie verhängte Haftstrafe von zweieinhalb auf mehr als vier Jahre erhöht wird. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich vier Jahre und drei Monate Haft gefordert (TAG24 berichtete).

Diese Furcht verleitet die Rapperin wohl auch dazu, gegenüber der Staatsanwaltschaft ausfällig zu werden. Schwesta Ewa sagt wörtlich: "Ich hab Angst, dass ich über vier Jahre noch kriege, weil die Bastarde von Staatsanwaltschaft einfach, weiß ich nicht, die sich darauf aufgeilen."

Das Schimpfwort "Bastarde" bringt ihr möglicherweise noch Ärger ein. Die Bild-Zeitung zitiert eine Staatsanwältin mit dieser Aussage: "Auf Beleidigung stehen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Wenn die Staatsanwälte einen Strafantrag stellen, ist das ein neues Verfahren."

Schwesta Ewa sollte ihre Worte besser abwägen, bevor sich sich jenseits der Rapmusik an die Öffentlichkeit wendet.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert


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