Keiner will mit demonstrieren: Islamkritiker brechen Kundgebung ab

Der Islamkritiker Khan Zahid spricht auf dem Rossmarkt in Frankfurt.
Der Islamkritiker Khan Zahid spricht auf dem Rossmarkt in Frankfurt.

Frankfurt - Der befürchtete Aufmarsch rechter Aktivisten blieb aus: Eine Kundgebung des selbsterklärten "Propheten" und Islamkritikers Khan Zahid am Samstagnachmittag auf dem Frankfurter Rossmarkt verebbte in den Sprechchören der Gegendemonstranten.

Unter dem Motto "Deutschland wach auf!" hatten Khan Zahid und die ebenfalls als Islamkritikerin aktive Niederländerin Marion Frijette auf Facebook zur Demonstration gegen eine angebliche "schleichende Islamisierung" aufgerufen. Wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) und die Gruppierung Antifa United Frankfurt übereinstimmend berichten, schlossen sich aber nur sieben bis acht Unterstützer dem Protest tatsächlich an.

Deutlich stärker war der Aufmarsch der Gegendemonstranten: Laut Antifa United waren es rund rund 300 linke Aktivisten.

Ein von Marion Frijette auf Facebook veröffentlichtes Video zeigt die bizarre Situation: Geschützt von Polizisten steht der Islamkritiker Khan Zahid zusammen mit einem versprengten Häuflein weiterer Demonstranten auf dem weitläufigen Platz. Seine Rede ist wegen des Lärms der Gegendemonstranten kaum zu verstehen.

Khan Zahid hat in Deutschland bereits mehrere Bücher im Eigenverlag veröffentlicht. Dabei handelt er laut der Website seines Verlages im Auftrag Gottes. Angeblich ist es das "Ziel des Propheten, die „Göttliche Wahrheit“ zu offenbaren und alle Menschen vor den Gefahren, die vom Islam für die restliche Welt ausgehen, zu warnen".

In Frankfurt hatte er damit wenig Erfolg. Die eigentlich von 15 bis 18 Uhr geplante Veranstaltung endete laut FNP-Bericht bereits um 16.30 Uhr.


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