500-Kilo-Bombe gefunden: Wieder Evakuierung in Frankfurt!

Das Foto zeigt die Bombe, die im September beim  Frankfurter Flughafen entdeckt wurde.
Das Foto zeigt die Bombe, die im September beim Frankfurter Flughafen entdeckt wurde.  © dpa/Jürgen Mahnke

Frankfurt - Bei Bauarbeiten wurde am Mittwoch in Frankfurt-Schwanheim eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Die Bombe soll circa um 24 Uhr durch den Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Hierfür muss das Gebiet im Radius von 700 Metern um den Fundort geräumt werden, wie das Polizeipräsidium Frankfurt mitteilte.

Anwohner werden durch Lautsprecherdurchsagen und Rundfunkmeldungen informiert. Insgesamt werden rund 2000 Menschen von der Räumung betroffen sein.

Die Bombe wurde in der Colmarer Straße 3 entdeckt. Die Räumung betrifft laut Polizeimitteilung folgende Straßen beziehungsweise Straßenabschnitte und Bereiche:

BAB5 zwischen dem Schwanheimer Ufer und Beginn Stadtwald / Sonnenweg / Morgenzeile / Libellenweg / Tränkweg / Am Hofgut Goldstein / Zur Waldau / Goldsteinstraße / Am Wiesenhof / Boseweg / Straßburger Straße / Colmarer Straße / Lyoner Straße / Rhonestraße / Herriotstraße / Zur Frankenfurt / Bereiche der Kleingartenvereine "KGV Schwarzbach e.V.", "Niederrad 1893 e.V.", "KGV Waldfried e.V." und "KGV Goldstein 1950 e.V.".

Die Evakuierungsmaßnahmen beginnen um 20 Uhr. Im Anschluss soll eine Überprüfung durch die Polizei erfolgen.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen sich vorab bei der Feuerwehr melden, ebenso Menschen, die medizinische Betreuung benötigen (Rufnummer: 0 69 / 80 06 01 00).

Betroffen sind auch vier Hotels sowie die Autobahn 5. Diese soll zwischen dem Autobahnkreuz Frankfurt-West und dem Frankfurter Kreuz ab 23.30 Uhr gesperrt werden, die Autobahnabfahrt Niederrad bereits ab 19 Uhr. In einer Ballsporthalle wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet, die durch eine Hilfsorganisation versorgt wird.

Erst vor zwei Wochen war eine Weltkriegsbombe am Flughafen entschärft worden. Rund 1500 Hotelgäste hatten ihre Unterkünfte deswegen verlassen müssen, die Autobahn wurde vorübergehend gesperrt.

Anfang September waren in Frankfurt mehr als 60.000 Anwohner im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort einer Bombe betroffen. Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik (TAG24 Berichtete).

Titelfoto: dpa/Jürgen Mahnke


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