Bomben-Fund: Hessens größte Säuglingsstation wird schon am Samstag geräumt

Wegen einer Weltkriegs-Luftmine werden am Samstag zahlreiche Säuglinge evakuiert (Symbolbild).
Wegen einer Weltkriegs-Luftmine werden am Samstag zahlreiche Säuglinge evakuiert (Symbolbild).  © dpa/Stadt Dortmund, dpa/Frank May

Frankfurt - Das Bürgerhospital wird bereits am Samstag evakuiert, einen Tag vor der Entschärfung der Weltkriegsbombe im Frankfurter Westend (TAG24 berichtete).

Wie viele der Patienten des 320-Betten-Hauses verlegt werden müssen, sei noch nicht klar, berichtete die Klinikleitung am Donnerstag. Das Krankenhaus hat die größte Säuglingsstation in Hessen. Etwa die Hälfte der Babys soll vorübergehend in einem anderen Krankenhaus unterkommen.

Der Ärztliche Notdienst hat am Samstag noch bis 15.00 Uhr geöffnet, danach müssen die Menschen auf die anderen Notdienste im Gallus-Viertel oder an der Universitätsklinik ausweichen. Wegen der Belastung der Evakuierung für die Patienten sei am Wochenende doppelt so viel Personal im Dienst.

Zur Evakuierung des zweiten Krankenhauses waren zunächst noch keine Einzelheiten bekannt. "Alle stationär versorgten Patienten werden an unseren zweiten Standort, das St. Elisabethen-Krankenhaus in Bockenheim, verlegt", hieß es auf der Homepage des Marienkrankenhauses. "Der Kreißsaal wird ab Samstagmorgen geschlossen."

Geplante Operationen wurden in beiden Kliniken verschoben. Das Bürgerhospital wurde schon ab Donnerstag nicht mehr von den Rettungsdiensten angefahren. Bei der Verlegung der Patienten sollten Rettungsdienste aus dem Umland helfen.

Am Sonntag wird dann im Frankfurter Westend die größte Evakuierungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte anlaufen: Mindestens 60.000 Anwohner müssen in Sicherheit gebracht werden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Stadt Dortmund, dpa/Frank May


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0