Sie will für ihre Kinder leben: Darum ist Astrids Suche nach Stammzellen-Spender so schwer

Frankfurt - Sie ging mit Halsschmerzen zum Arzt und erhielt kurze Zeit später die Schock-Diagnose Blutkrebs. Nun sucht Astrid (41) aus Frankfurt händeringend einen Stammzellen-Spender, um für ihre beiden Söhne zu überleben. Doch die Suche gestaltet sich alles andere als einfach.

Die 41-jährige Astrid aus Frankfurt leidet unter einer besonders schweren Blutkrebs-Form: Akute myeloische Leukämie (AML).
Die 41-jährige Astrid aus Frankfurt leidet unter einer besonders schweren Blutkrebs-Form: Akute myeloische Leukämie (AML).  © www.help-astrid.com

Der Grund: Astrid besitzt aufgrund ihrer nigerianisch-deutschen Abstammung einen bestimmten Gen-Mix, der nur selten zu finden ist - vor allem in Deutschland. "Ich bin nigerianisch-deutsch gemischt und brauche sehr dringend einen afrikanisch-europäischen Stammzellen-Spender, der mir helfen kann, weiter für meine Kinder, meinen Mann und meine Freunde da zu sein", so die 41-Jährige.

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken, wurde bereits eine eigene Webseite mit dem Namen Help-Astrid eingerichtet, die über die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten zur Hilfeleistung informieren.

Astrids Privatleben, ist mit Schicksalsschlägen gepflastert. Ihr Ehemann Florian sitzt seit einem Unfall im Jahr 2014 querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Die beiden haben zwei Söhne im Alter von 9 und 11 Jahren. Allein für sie will die Frankfurterin um jeden Preis überleben.

Im Jahr 2018 erhielt sie die schockierende Diagnose. Im Rahmen einer Routineuntersuchung aufgrund von Halsschmerzen diagnostizierten die Ärzte die besonders schwere Form des Blutkrebs - Akute myeloische Leukämie (AML) - ein weiterer Schlag in die Magengrube der jungen Familie.

Astrids Ehemann Florian (Mi.) sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl. Ihre beiden Söhne (9 und 11) will sie um jeden Preis aufwachsen sehen.
Astrids Ehemann Florian (Mi.) sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl. Ihre beiden Söhne (9 und 11) will sie um jeden Preis aufwachsen sehen.  © www.help-astrid.com

Die Chemotherapie schlägt zwar an, zehrt jedoch extrem an den Kräften der 41-Jährigen.

"In Anbetracht der Fortgeschrittenheit der Krankheit zählt jeder Tag, jede Stunde, jede Minute!", so die zweifache Mutter. Doch die Chance einen passenden Spender zu finden ist verschwindend gering. Denn aktuell besitzen nur drei Prozent der registrierten Stammzellen-Spender einen gemischt-ethnischen Hintergrund.

Am Sonntag (7. April) findet in der Eschersheimer Landstraße 393 in Frankfurt von 12 bis 17 Uhr eine Typisierungsaktion statt. Besonders gemischt-ethnische potentielle Spender sind dringend dazu angehalten, sich daran zu beteiligen.

Sie könnten der erhoffte Lebensretter für die lebensmutige Mutter sein.

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