Umgestürzter Kran auf A3: Polizei geht gegen Unfall-Gaffer vor

Durch die Schaulustigen wurde der Abfluss des Rückstaus erheblich behindert (Symbolbild).
Durch die Schaulustigen wurde der Abfluss des Rückstaus erheblich behindert (Symbolbild).  © dpa/Peter Steffen, dpa/yvo salinas/Agencia Uno

Frankfurt - Die Schaulustigen machten Handyfotos und -videos, wodurch die Arbeit der Polizei massiv gestört wurde. Schließlich schritten die Beamten ein.

Am Dienstag gegen 12.25 Uhr kam ein Lastwagen mit Krananhänger auf der Autobahn 3 in Richtung Köln wegen regennasser Fahrbahn ins Schlittern. Der Anhänger kippte um und der Kran stürzte auf die Fahrspuren. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Zwar mussten die drei linken Fahrstreifen der Autobahn gesperrt werden, doch auf den beiden rechten Spuren konnte der Verkehr weiterfließen – eigentlich ein Routine-Job für die Polizei.

Jedoch wurde die Arbeit der Beamten erheblich durch vorbeifahrende Autofahrer gestört, die als Gaffer langsamer fuhren und mit ihren Smartphones Foto- und Videoaufnahmen machten. "Durch das langsame Vorbeifahren an der Unfallstelle wurde der Abfluss des Rückstaus erheblich behindert", so die harsche Kritik der Polizei.

Konsequenz: Polizisten schritten zu Fahrzeugkontrollen, stellten mehrere Handy-Verstöße fest. Dafür drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Titelfoto: dpa/Peter Steffen, dpa/yvo salinas/Agencia Uno


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