Mit einem lauten Knall: 250-Kilogramm-Bombe in Frankfurt entschärft

Frankfurt am Main - Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die kürzlich bei der Alten Brücke in der Frankfurter Innenstadt gefunden wurde, soll am heutigen Sonntag entschärft werden.

Diese Grafik zeigt den von der Evakuierung am Sonntag betroffenen Bereich in Frankfurt.
Diese Grafik zeigt den von der Evakuierung am Sonntag betroffenen Bereich in Frankfurt.  © Feuerwehr Frankfurt

Am nördlichen und südlichen Mainufer müssen daher zahlreiche Menschen ihre Wohnungen verlassen – ab Sonntagmorgen, 8 Uhr, müssen die Gebäude geräumt sein.

Die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes wollen die Bombe dann im Laufe des Vormittags entschärfen, wie im Vorfeld mitgeteilt wurde (TAG24 berichtete).

Anwohner, die Fragen zur Evakuierung haben, können sich über ein Bürgertelefon der Frankfurter Feuerwehr (069212111) informieren. Die Leitung ist am Sonntag von 6 Uhr am Morgen an bis zum Ende der Entschärfungsaktion besetzt.

Insbesondere hilfsbedürftige oder bettlägerige Personen sollten sich rechtzeitig über das Bürgertelefon melden, wenn sie Hilfe bei der Evakuierung benötigen.

Die Feuerwehr Frankfurt hat auch eine interaktive Karte online gestellt, welche über das genaue Ausmaß der Evakuierungszone informiert.

Die in der Karte rot gekennzeichneten Bereiche sind von der Evakuierung direkt betroffen. In den gelb markierten Bereichen liegen solche Häuser, für deren Bewohner ab Sonntagmorgen, 9.30 Uhr, besondere Verhaltensvorschriften gelten. Sie dürfen zwar in ihren Häuser bleiben, jedoch müssen sie die Fenster auf der dem Main zugewandten Seite meiden sowie Fenster und Türen generell geschlossen halten.

Polizei überprüft Evakuierung vor der Entschärfung genau

Die Polizei wird den Ablauf der Evakuierung rund um die Alte Brücke überprüfen. Erst nach der vollständigen Räumung des Gebiets kann mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe begonnen werden.

Bei zurückliegenden Bomben-Entschärfungen in Frankfurt kam es deswegen immer wieder zu Verzögerungen, weil einzelne Personen ihre Wohnungen nicht verlassen wollten.

TAG24 wird am Sonntag über den Fortgang der Bomben-Entschärfung in der Frankfurter Innenstadt berichten.

Weltkriegsbombe in Frankfurt: Räumung beginnt

Update 9.14 Uhr: Vor der Entschärfung oder Sprengung einer Weltkriegsbombe in Frankfurt sind die Vorbereitungen am Sonntagmorgen angelaufen. Etwa 600 Menschen waren von 8 Uhr an aufgefordert, ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

"Wir gehen davon aus, dass die Anwohner gegen 10 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Dann beginnt der Kampfmittelräumdienst damit, die Bombe zu untersuchen", sagte ein Polizeisprecher. Ob die amerikanische 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt oder entschärft wird, war zunächst noch unklar.

Der Sprengkörper war am Dienstag bei einem Übungstauchen der Feuerwehr entdeckt worden. Die Entschärfung im Herzen Frankfurts hat weitreichende Auswirkungen auf das öffentliche Leben der Stadt.

So fallen am Sonntagmorgen etwa die Gottesdienste im Kaiserdom aus. Auch das Historische Museum sowie das Junge Museum sind geschlossen.

Kampfmittel-Räumdienst beginnt mit der Arbeit

Update 10.32 Uhr: Über den Kurznachrichten-Dienst Twitter gab die Polizei Frankfurt bekannt, dass die Einsatzkräfte des Kampfmittel-Räumdienstes gegen 9.30 Uhr ihre Arbeit begonnen haben. Nun soll sich klären, ob die Bombe wie geplant unter Wasser gesprengt werden kann.

Entschärfung der Bombe rückt näher

Update 11 Uhr: Wie die Polizei informiert, habe der Kampfmittel-Räumdienst die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen. Im Vorfeld der Entschärfung würden jedoch noch mehrere kleinere Sprengkörper unter Wasser gezündet, um unter Wasser lebende Tiere, weitestgehend Fische, zu vertreiben.

Lauter Knall in der Innenstadt

Update 11.40 Uhr: Mit einem lauten Knall war das Schicksal der Weltkriegsbombe besiegelt. Selbst in der TAG24-Redaktion war der heftige Knall deutlich hör- und spürbar. Im Anschluss überprüfen die Einsatzkräfte, ob die Sprengung des Zünders erfolgreich war.

Ein lauter Knall begleitet von einer großen Wasserfontäne bedeuteten das Ende der Weltkriegsbomben-Entschärfung im Main.
Ein lauter Knall begleitet von einer großen Wasserfontäne bedeuteten das Ende der Weltkriegsbomben-Entschärfung im Main.  © DPA

Titelfoto: DPA

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