Schlimme Patzer im Montagsspiel: Union Berlin siegt bei Eintracht Frankfurt

Frankfurt am Main - Vor aus Protest gegen die Montags-Spiele leerer Fan-Kurve in der Commerzbank-Arena verlor Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin mit 1:2. Die Treffer für die Gäste erzielten Sebastian Anderson (49.) sowie Evan N'Dicka per Eigentor (67.). Für die Eintracht traf Florian Hübner ebenfalls mit einem Eigentor (79.) zum Endstand.

Berlins Marius Bülter (l) und Frankfurts David Abraham kämpfen um den Ball.
Berlins Marius Bülter (l) und Frankfurts David Abraham kämpfen um den Ball.  © dpa/Uwe Anspach

In Anbetracht der Belastung mit drei Wettbewerben rotierte Eintrachts Trainer Adi Hütter nach dem 4:1 in der Europa League gegen Red Bull Salzburg ordentlich durch. Goncalo Paciencia, Dominik Kohr, Erik Durm, Timothy Chandler und Martin Hinteregger ersetzten André Silva, Sebastian Rode, Djibril Sow, Almamy Touré (alle Bank) und Stefan Ilsanker, der mit Hüftproblemen passen musste.

Bei den Gästen brachte Coach Urs Fischer im Vergleich zur 2:3-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen Florian Hübner und Julian Ryerson für Keven Schlotterbeck (Infekt) und den gelb-gesperrten Kapitän Christopher Trimmel.

Die erste Chance hatten die Hausherren. Evan N'Dicka trieb den Ball auf der linken Seite über das halbe Feld und spielte Filip Kostic an. Doch dessen Flanke setzte Goncalo Paciencia mit dem Kopf neben das Tor (8.).

Fünf Minuten später hämmerte Sebastian Anderson den Ball aus zehn Metern an die Latte des Frankfurter Tors, stand dabei aber im Abseits (13.). In der 22. Minute hatten die Gäste Pech, als Marvin Friedrich mit einer Flanke von rechts den im Strafraum der Hessen frei stehenden Malli fand, der den Ball aber volley nicht richtig traf.

Auf der Gegenseite tauchte nach einem langen Ball der zuletzt so torgefährliche Chandler vor Rafael Gikiewicz auf, doch sein Schlenzer ins rechte Eck wurde noch von einem Berliner Abwehrbein übers Tor gelenkt (31.).

Grober Patzer in der SGE-Abwehr führt zum Führungstor für Union Berlin

Berliner Jubel nach dem 0:1 in der 49. Minute.
Berliner Jubel nach dem 0:1 in der 49. Minute.  © dpa/Uwe Anspach

In der Folge erhöhten die mutig agierenden Berliner den Druck und erspielten sich eine leichte Feld-Überlegenheit. Die Eintracht-Abwehr stand aber weitgehend sicher.

Kurz vor der Pause dann doch noch fast das 1:0 für Frankfurt: Gikiewicz war aus seinem Kasten geeilt, um eine Hereingabe von N'Dicka herunterzupflücken. Aber Florian Hübner war vor ihm am Ball und köpfte ihn haarscharf am eigenen Tor vorbei (45.+1). So ging die durchaus muntere Partie torlos in die Halbzeit.

Das 0:1 fiel nach einem Missverständnis in der SGE-Defensive. Abraham und Durm waren sich nicht einig, wer einen an sich harmlosen Ball klären sollte. Christopher Lenz lief dazwischen, kam an das Spielgerät und legte am herausgestürmten Kevin Trapp auf Anderson ab, der nur noch einschieben musste (49.).

Jetzt machten die Hessen Dampf und erkämpften sich Ecke um Ecke. Nach einem Kamada-Zuspiel hatte Chandler die große Chance, doch Neven Subotic konnte gerade noch klären (54.). Eine Ecke von Kostic köpfte Paciencia knapp über den Kasten von Gikiewicz (62.).

Urs Fischer brachte positionsgetreu Marcus Ingvartsen für den blassen Malli (63.). Nur zwei Minuten später legte der Däne dann auch gleich auf Marius Bülter auf, der den Ball aber aus 15 Metern knapp über das Gehäuse der Eintracht drosch (65.)

Anschluss-Treffer kommt zu spät

Kampfspiel: David Abraham ® und Marius Bülter versuchen beide, an den Ball zu kommen.
Kampfspiel: David Abraham ® und Marius Bülter versuchen beide, an den Ball zu kommen.  © dpa/Uwe Anspach

Kurz darauf war es wieder Ingvartsen, der für Gefahr sorgte: Seine flache Hereingabe von links konnte Kevin Trapp nicht festhalten. Der Ball prallte gegen den heran geeilten N'Dicka und von dort ins Tor: 0:2 (67.)

Im Gegenzug fast der Anschlusstreffer, als Paciencia alleine vor Gikiewicz auftauchte, der Keeper aber mit dem Fuß klären konnte (69.).

Die Hessen, bei denen mittlerweile Silva und Rode für Durm und N'Dicka gekommen waren, warfen nun alles nach vorne und sollten belohnt werden.

Nach unübersichtlichem Gewusel im Gäste-Strafraum kam der Ball zu Silva, der aus kurzer Entfernung mit der Hacke Hübner so anschoß, dass der Ball im Tor landete: nur noch 1:2 (79.).

In der 85. dann noch einmal Berlin, als Trapp einen leicht abgefälschten Hammer des eingewechselten Grischa Prömel gerade noch über die Latte lenken konnte. Im Gegenzug musste Gikiewicz zweimal in höchster Not gegen Abraham und Paciencia klären (87.).

So blieb es beim letztendlich nicht unverdienten Auswärtssieg der Eisernen. Für Berlin dürfte damit der Abstieg endgültig kein Thema mehr sein - die Europa-League-Plätze für die Hessen ebenfalls nicht.

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