Pilot wirft Passagier raus und verhindert damit Abschiebung

Frankfurt/Darmstadt - Ein Pilot hat am Frankfurter Flughafen einen Mann aus Nigeria nicht an Bord genommen und so dessen Abschiebung vorerst verhindert.

Weil der 23-jährige Flüchtling nicht mit dem Schreien aufhören wollte, verweigerte der Pilot ihm den Zugang zur Maschine (Symbolbild).
Weil der 23-jährige Flüchtling nicht mit dem Schreien aufhören wollte, verweigerte der Pilot ihm den Zugang zur Maschine (Symbolbild).  © 123RF

Das Regierungspräsidium in Gießen teilte am Dienstag mit, der Mann sei ausreisepflichtig und solle weiterhin "nach den Regeln des Dublin-Abkommens nach Italien überstellt werden". Zuvor hatten die Frankfurter Rundschau sowie der Darmstädter Verein "vielbunt" - er betreut unter anderem homosexuelle Flüchtlinge - über den Fall berichtet.

Wie ein Flüchtlingshelfer auf der Homepage des Vereins mitteilte, hatte der homosexuelle Mann zuvor gemeinsam mit seinem Freund seine Heimat Nigeria verlassen. Dort sei Homosexualität illegal. Über Italien seien die Männer nach Deutschland gekommen, hieß es in der FR.

Der Mann war bereits am Morgen des 26. März in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt von der Polizei abgeholt worden. Als er am Frankfurter Flughafen schließlich in ein Flugzeug einsteigen sollte, habe der 23 Jahre alte Mann laut gerufen und mitgeteilt, er fliege nicht freiwillig nach Italien.

Nach Darstellung des Darmstädter Vereins hat sich der Pilot des Flugzeugs schließlich geweigert, den Mann mitzunehmen.

Titelfoto: 123RF


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