Polizeipräsident verteidigt Einsatz vor Eintracht-Spiel gegen Donezk

Frankfurt - Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill hat den umstrittenen Polizeieinsatz rund um das Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt verteidigt.

Zwischen den Frankfurter Fans und der Polizei kam es zu Auseinandersetzungen im Stadioninnenraum. (Symbolbild)
Zwischen den Frankfurter Fans und der Polizei kam es zu Auseinandersetzungen im Stadioninnenraum. (Symbolbild)  © DPA

"Als Polizei können wir nicht nur darauf hoffen und vertrauen, dass strafrechtliches Verhalten ausbleibt", sagte Bereswill in einem Interview der Frankfurter Neuen Presse.

"Aber natürlich werden wir diesen Einsatz reflektieren und in einer umfangreichen Nachbereitung aufarbeiten." Er hoffe, dass das Gesprächsangebot dazu von der Eintracht auch wahrgenommen werde.

Die Polizei hatte vor dem Europapokalspiel gegen die ukrainische Mannschaft Schachtjor Donezk am vergangenen Donnerstag Stadionbereiche nach Pyrotechnik abgesucht, dazu lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor.

Später entfernten die Beamten ein Banner, das gegen den hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU) gerichtet war und der Polizei zufolge einen beleidigenden Inhalt hatte.

Die Beamten hatten die Durchsuchungsaktion auch mit Äußerungen von Eintracht-Präsident Peter Fischer begründet, der einen Tag vor dem Spiel gesagt hatte: "Wenn ich sage, dass das Stadion morgen brennt, dann brennt das morgen. Und zwar so, dass Ihr kaputtgeht, weil Ihr viel zu viel Licht habt, und deshalb wird das Spiel vielleicht ein bisschen neblig für Euch."

Dies hatte die Polizei als Aufforderung zum Einsatz von Pyrotechnik verstanden.

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