Turbo-Gewitter legt Flugverkehr und Bahn-Netz lahm

Frankfurt am Main - In Deutschland wurde es zum Start in die neue Woche schlagartig gewaltig unangenehm. Heftige Gewitter zogen über weite Teile Deutschlands, besonders heftig erwischte es die Region um die Mainmetropole Frankfurt.

Zahlreiche Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen wurden wegen des Unwetters gestrichen.
Zahlreiche Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen wurden wegen des Unwetters gestrichen.  © dpa/Andreas Arnold

Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach berichtet, sei in Taunusstein und Frankfurt mit starken Gewittern und Sturmböen von bis zu 75 Stundenkilometern zu rechnen. Starke Regenfälle, aber auch Hagel seien darüber hinaus zu erwarten.

Auch das Katastrophen-Warnsystem KATWARN warnte vor der angespannten Wetterlage. Der Bild-Zeitung gegenüber bestätigte eine Sprecherin des Frankfurter Flughafens darüber hinaus, dass seit kurz vor 15 Uhr der gesamte Flugverkehr still steht.

Die Arbeit auf dem Vorfeld wurde eingestellt. Rund eine Stunde nach Beginn des Gewitters seien rund 100 Starts und Landungen annulliert gewesen. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei noch unklar. Neben heftigem Regen zuckten auch Blitze über den Himmel am Flughafen.

Und nicht nur der Luftverkehr leidet: Auch im öffentlichen Nahverkehr gibt es vor allem bei den auf Schienen angewiesenen Fahrzeugen mächtig Probleme. In Idstein stürzte ein Baum auf die Strecke, wodurch die Bahnen RE20, RB21 und RB22 nur verspätet verkehren.

Außerdem legte ein Blitzeinschlag in einem Stellwerk in Hanau Nord den Verkehr lahm. Zahlreiche Pendler stecken an ihren jeweiligen Stationen fest. Wie lange die Störungen andauern, ist bislang noch nicht bekannt.

Auch Straßenverkehr bleibt vom Gewitter nicht verschont

Heftige Regenschauer beeinflussten auch den Straßenverkehr (Symbolbild).
Heftige Regenschauer beeinflussten auch den Straßenverkehr (Symbolbild).  © DPA

Update 17.11 Uhr: Das Gewitter sorgte in Hessen auch für vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und Staus. Verletzt worden sei niemand, teilte die Polizei mit.

Auf der Autobahn 5 bei Ober-Mörlen in der Wetterau fiel ein Baum auf den rechten Fahrstreifen, der Verkehr staute sich auf mehreren Kilometern. Wegen des starken Regens stockte auch der Verkehr auf der Autobahn 5 bei Darmstadt sowie auf der Autobahn 661 bei Frankfurt.

Bei Bad Schwalbach machte eine Schlammlawine eine Landstraße unpassierbar. In Südhessen liefen mehrere Keller voll, Bäume und Verkehrsschilder knickten um. Bei Heusenstamm und im Kreis Waldeck-Frankenberg fielen ebenfalls Bäume auf die Straße.

Dramatische Rettung kurz vor Gewitter in Frankfurt

Update, 18 Uhr: Kurz vor dem Gewitter war es im Bahnhofsviertel von Frankfurt zu einer dramatischen Rettungsaktion gekommen.

Zwei Fensterputzer mussten von der Feuerwehr aus dem 31. Stock eines Hochhauses gerettet werden (TAG24 berichtete).

Flughafen-Betrieb in Frankfurt läuft wieder reibungslos

Update, 20.55 Uhr: Nach Beeinträchtigungen durch ein heftiges Gewitter haben sich die Abläufe am Frankfurter Flughafen einem Sprecher zufolge normalisiert. "Der Betrieb läuft reibungslos", sagte er am frühen Abend.

Annulliert worden seien insgesamt 69 Starts und 70 Landungen. Insgesamt waren für den Tag rund 1500 Flugbewegungen am Frankfurter Airport geplant.

Shoppingcenter in Darmstadt überschwemmt

Update, 21.45 Uhr: Auch die Stadt Darmstadt wurde von einem schweren Gewitter getroffen.

Nach ersten Informationen wurde dabei auch ein Shoppingcenter überflutet. Die Feuerwehr musste das Gebäude mit Wassersaugern leer pumpen.

In Darmstadt musste die Feuerwehr ein überflutetes Shoppingcenter leer pumpen.
In Darmstadt musste die Feuerwehr ein überflutetes Shoppingcenter leer pumpen.  © KEUTZTV-NEWS/Skander Essadi

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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