Multiresistente Keime! Machen unsere Gewässer uns ernsthaft krank?

Frankfurt - In allen Frankfurter Gewässern sind im vergangenen Jahr multiresistente Erreger (MRE) gefunden worden.

Zwar sind die Erreger wohl keineswegs lebensbedrohlich, ein Bad in örtlichen Gewässern sollte man trotzdem vermeiden (Symbolbild).
Zwar sind die Erreger wohl keineswegs lebensbedrohlich, ein Bad in örtlichen Gewässern sollte man trotzdem vermeiden (Symbolbild).  © 123RF

Dies geht aus einem am Donnerstag vom Gesundheitsamt der Stadt vorgelegten Bericht hervor. Bei den in Proben entdeckten Erregern handelt es sich um Bakterien, die gegen viele Antibiotika widerstandsfähig geworden sind. Sie gelten bei der medizinischen Versorgung zunehmend als Problem.

Für die Bevölkerung bedeute dies keine Gesundheitsgefährdung, betonte Prof. Ursel Heudorf, Vizechefin der Behörde. Das Gesundheitsamt rate jedoch weiterhin vom Schwimmen in den örtlichen Gewässern ab. Dazu zählen neben Main und Nidda auch kleinere Bäche und Weiher.

Außerdem empfiehlt die Expertin gute Hygiene wie Händewaschen nach dem Kontakt mit Gewässern und Schlamm. MRE entstehen im menschlichen Darm durch den vielfachen Einsatz von Antibiotika in der Medizin.

Die Erreger gelangen dann über die menschlichen Ausscheidungen und Kläranlagen in die Gewässer. Sie dürfen nicht in die Blutbahn von Menschen kommen. Heudorf unterstrich die generelle Notwendigkeit, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen.

Bei vielen Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen seien Hausmittel ausreichend. Die Stadt Frankfurt hat erstmals im vergangenen Jahr ihre Gewässer auch auf MRE untersucht.

Titelfoto: 123RF


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0