Mann schlägt wahllos auf S-Bahn-Fahrgäste in Frankfurt ein

Frankfurt - Ein Mann rastet in der S-Bahn völlig aus, schlägt scheinbar wahllos auf Fahrgäste ein und redet hinterher vom "Teufel" – war es die Tat eines Wahnsinnigen?

Nach der Gewalt-Eskalation sprach der Mann von einem "Teufel" und von Kindern, die ihn überwachen würden (Symbolbild).
Nach der Gewalt-Eskalation sprach der Mann von einem "Teufel" und von Kindern, die ihn überwachen würden (Symbolbild).  © DPA/123RF (Fotomontage)

Der Fall wird seit dem gestrigen Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt.

In dem Prozess geht es vor allem um die Frage, ob der laut Staatsanwaltschaft "unstreitig geisteskranke" 32 Jahre alte Beschuldigte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll.

Ende Mai vergangenen Jahres soll der Mann zunächst in einer S-Bahn am Frankfurter Flughafen einen ihm gegenüber sitzenden Fahrgast zwei Mal mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen haben.

Kurz darauf attackierte er laut Vorwurf zwei weitere Fahrgäste, die dem Opfer zu Hilfe kommen wollten.

Nachdem er etwas von einem "Teufel" und von kleinen Kindern erzählt hatte, die ihn überwachten, wurde er vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus überführt.

Gericht wartet auf psychiatrisches Gutachten

In ihren Schlussvorträgen zeigten sowohl der Anklagevertreter als auch die Verteidigerin Zweifel, ob die zu einer Unterbringung erforderliche erhebliche Wiederholungsgefahr vorliegt. Die Strafkammer entschied jedoch, den Mann zunächst weiter in der Anstalt zu belassen.

Bis Ende Januar sollen ein ein weiteres psychiatrisches Gutachten sowie zusätzlich Krankenakten dem Gericht vorliegen.

Titelfoto: DPA/123RF (Fotomontage)

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