Fridays for Future: Tausende Schüler demonstrieren in Frankfurt

Frankfurt - Tausende Schülerinnen und Schüler gingen am Freitag in der Mainmetropole zum internationalen Protesttag der Bewegung "Fridays for Future" auf die Straße.

Die Proteste richteten sich auch gegen die Räumungen im Hambacher Forst.
Die Proteste richteten sich auch gegen die Räumungen im Hambacher Forst.  © TAG24/Florian Gürtler

Hessenweit wollten rund 25.000 Schüler am Freitag für mehr Klimaschutz demonstrieren. In Frankfurt wurden im Vorfeld rund 10.000 jugendliche Demonstranten erwartet. So viele waren es wahrscheinlich nicht, aber beeindruckend war die Anzahl der lautstarken Demonstranten dennoch.

Auch in Kassel, Marburg, Gießen, Wetzlar, Wiesbaden und Darmstadt waren Demonstrationen geplant. Nach den Planungen der Landesschülervertretung sollte der Freitag als "größter Klimatag der Menschheit" in die Geschichte eingehen.

Schon seit Wochen gehen weltweit jeden Freitag Schüler während der Schulzeit für den Klimaschutz auf die Straße. Für den Freitag waren Kundgebungen in mehr als 110 Ländern geplant.

Die Proteste der Schülerinnen und Schüler werden einerseits von vielen Begrüßt, es gibt aber auch lautstarke Kritik an den Demonstrationen – insbesondere weil dafür der Schulunterricht an den Freitagen geschwänzt wird. So soll die Teilnahme an den Demonstrationen in Hessen nach Darstellung der Schulämter als "unentschuldigtes Fehlen" vom Unterricht bewertet werden.

Diese Kritik hatte im Vorfeld für hitzige Diskussionen über die Meinungsfreiheit und die mündige Teilhabe an der Gesellschaft geführt.

AfD-Kritik an "Fridays for Future"-Protesten

Der Protestzug erreichte gegen 14 Uhr die Hauptwache in Frankfurt
Der Protestzug erreichte gegen 14 Uhr die Hauptwache in Frankfurt  © TAG24/Florian Gürtler

Insbesondere von Seiten der rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" (AfD) werden die "Fridays for Future"-Demonstrationen immer wieder angegriffen.

Ein aktuelles Bespiel vom Freitagmorgen ist ein Facebook-Eintrag des hessischen AfD-Politikers und Landtagsabgeordnete Rainer Rahn (67), der den Schülern neben Unwissenheit auch Heuchelei vorwirft, unterstellt er doch, dass zahlreiche der jugendlichen Demonstranten nur deshalb auf die Straße gehen, weil sie dadurch eine Ausrede haben, um den Schulunterricht zu schwänzen.

Rainer Rah greift in seinem Facebook-Text auch die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden an, die als Vorbild der jugendlichen "Fridays for Future"-Demonstranten gilt. Er bezeichnet sie spöttisch als "Klima-Wunderkind" und als "Vorzeigepredigerin der Klimakatastrophiker".

Verständnis für die Sorgen der Jugendlichen hat der hessische AfD-Politiker nicht – geht aus seinem Text doch deutlich hervor, dass er den Klimawandel insgesamt anzweifelt.

Die Schülerinnen und Schüler machten lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam.
Die Schülerinnen und Schüler machten lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam.  © TAG24/Florian Gürtler
Es waren wahrscheinlich nicht 10.000 Demonstranten, aber beeindruckend war die Anzahl dennoch.
Es waren wahrscheinlich nicht 10.000 Demonstranten, aber beeindruckend war die Anzahl dennoch.  © TAG24/Florian Gürtler

Titelfoto: TAG24/Florian Gürtler

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