Pferde-Lungen vom Main: Muss die Bundesliga vor dieser Eintracht zittern?

Frankfurt am Main - Viele Experten hätten trotz der vermeintlich leichten Aufgabe bei Hannover 96 wohl damit gerechnet, dass es nur drei nach einem schwierigen Europa League-Match problematisch werden könnte, doch Eintracht Frankfurt belehrte sie eines besseren.

Nur drei Tage nach dem intensiven Europa League-Match gegen Donezk fegte die Eintracht in fast identischer Besetzung Kellerkind Hannover 96 vom Feld.
Nur drei Tage nach dem intensiven Europa League-Match gegen Donezk fegte die Eintracht in fast identischer Besetzung Kellerkind Hannover 96 vom Feld.  © DPA

3:0 hieß es am Ende einer letztlich ziemlich einseitigen Partie in der HDI Arena in Hannover. Die SGE wurde ihrem Favoriten-Status gerecht - und das obwohl neun der elf Starter bereits über weite Teile des Donezk-Spiels auf dem Feld gestanden hatten.

Am Sonntagnachmittag sahen die Zuschauer jedoch keine Eintracht, die mit ihren Kräfte haushaltete, sondern eine erneute Konditions-Meisterleistung der Hessen, die selbst dem beliebten Duracell-Hasen Konkurrenz machte. Vom Defensiv-Verbund bis hin zur "Büffelherde" im Sturm warfen die Frankfurter bis zur letzten Minute alles hinein und belohnten sich mit dem ersten Sieg nach vier Bundesliga-Remis in Serie.

Und auch Chef-Coach Adi Hütter wusste nach dem Abpfiff, was seine Schützlinge da geleistet hatten: "Das war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. In der ersten Halbzeit war Hannover noch ebenbürtig, aber aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung. Das 1:0 erzielt, das 2:0 war der Schlüssel zum Sieg und das 3:0 von Kostic eine Draufgabe. Das war eine tolle Reaktion auf das intensive Spiel am Donnerstag."

Diese Eintracht scheint konditionell auf allerhöchstem Niveau zu agieren und darüber hinaus kaum schlagbar zu sein. Das bestätigen die Unentschieden gegen Top-Teams wie Borussia Dortmund oder Borussia Mönchengladbach. Der Dreier gegen einen mit dem Rücken zur Wand stehenden Gegner - und das so kurz nach einem so bedeutenden Europapokal-Spiel - macht die SGE scheinbar zu einem Schreckgespenst für die gesamte Liga.

Winter-Neuzugang Martin Hinteregger äußerte sich nach der Partie ebenfalls über die mentale und physische Stärke seines neuen Arbeitgebers: "Wir hatten viele Unentschieden hinter uns. Wenn man die Gegner anschaut, dann ist das akzeptabel. Wenn man vorne dabei bleiben will, dann musste man gewinnen. Das war uns bewusst, dass wir eine Schippe drauf legen müssen, das haben wir gemacht und so hochverdient 3:0 gewonnen", so der 28-Jährige.

Der restlichen Bundesliga haben die Adlerträger bewiesen, das trotz der Doppelbelastung weiterhin mit ihnen zu rechnen ist. Und die Kondition der Eintracht hält scheinbar länger und länger und länger...

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