Geiler Fußball-Krimi in Mannheim: Eintracht besiegt den SV Waldhof mit 5:3!

Frankfurt/Mannheim - Beim Fußballfest im mit 24.300 Zuschauern ausverkauften Carl-Benz-Stadion hat Eintracht Frankfurt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den SV Waldhof Mannheim mit 5:3 niedergerungen.

Sulejmani lässt Martin Hinteregger mal eben stehen und erzielt das 1:0.
Sulejmani lässt Martin Hinteregger mal eben stehen und erzielt das 1:0.  © DPA

Im Vergleich zum souveränen 5:0 gegen den FC Verduz in der Qualifikation zur Europa League änderte Adi Hütter sein Team auf drei Positionen. Kevin Trapp stand nach seiner Rückkehr zur Eintracht erstmals wieder zwischen den Pfosten, für Gonçalo Paciência und Mijat Gacinovic sollten Ante Rebic und Sturm-Kollege Dejan Joveljic für Tore sorgen.

Ein Erstrunden-Aus wie im vergangenen Jahr gegen den SSV Ulm sollte auf alle Fälle vermieden wären, lautete die Devise. Doch dieses Unterfangen ging zunächst komplett nach hinten los.

Die Eintracht vertändelt den Ball in der eigenen Hälfte. Valmir Sulejmani schickt Gianluca Korte über links. Korte zieht flach ab, Trapp kann den Ball nicht festhalten und lässt ihn zu Maurice Deville abprallen. Der gibt auf Suljemani, der freistehend zum 1:0 für den Waldhof einnetzt (3.).

Danach war bei der nun verunsicherten SGE erst einmal der Wurm drin. Und so kam es, wie es kommen musste.

Ein langer Ball gegen die aufgerückten Frankfurter gelangt zum schnellen Sulejmani, der schüttelt mal eben den dabei wirklich alt aussehenden Martin Hinteregger ab und schiebt den Ball an Trapp vorbei ins kurze Eck: 2:0 nach nicht einmal elf Minuten!

Zwei Tore aus heiterem Himmel für die Eintracht

Filip Kostic (li.) freut sich mit den Kollegen über seinen Treffer zum 2:2.
Filip Kostic (li.) freut sich mit den Kollegen über seinen Treffer zum 2:2.  © DPA

Der Waldhof war auch in der Folgezeit bissiger und spielstärker (!) und hätte durchaus noch höher in Führung gehen können. Der Eintracht fiel zunächst gegen die Mannheimer so gar nichts ein.

Der Anschlusstreffer kam dann wie aus heiterem Himmel: Zwei Schüsse von Rebic und Joveljic können die Waldhof-Verteidiger noch blocken, ehe der Ball vor die Füße von Daichi Kamada fällt, der das Leder unhaltbar aus elf Metern halbhoch rechts versenkt (21.).

Wer dachte, jetzt käme die Eintracht endlich in die Pötte, der wurde zunächst enttäuscht. Die Offensive hatte bis dahin einen rabenschwarzen Tag erwischt, einzig Kamada hatte Normalform. Mannheim dagegen dachte nicht daran nachzulassen und tauchte immer wieder gefährlich in der Frankfurter Hälfte auf.

Immerhin: So um die 30. Minute gelang es den Frankfurtern langsam, das Spiel besser zu kontrollieren. Dann kommt der Ball in der ersten Minute der Nachspielzeit zum wirklich sträflich freistehenden Kostic. Der fackelt nicht lange und setzt den Ball hart, flach und platziert rechts ins Eck.

Nach einer sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit ging es mit einem für die SGE schmeichelhaften 2:2 in die Pause.

Ante Rebic dreht das Spiel

Ante Rebic (re.) besiegelte dann letztlich mit seinen drei Treffern das Schicksal der Mannheimer.
Ante Rebic (re.) besiegelte dann letztlich mit seinen drei Treffern das Schicksal der Mannheimer.  © DPA

Adi Hütter ließ den erschreckend schwachen Danny da Costa in der Kabine und brachte für ihn Neuzugang Erik Durm. Uns siehe da: Auf einmal lief's bei der SGE, auch weil Kostic und vor allem Rebic zulegten.

Die Folge: Waldhof-Keeper Markus Scholz musste gegen joveljic (51.) und Dominik Kohr (56.) zweimal glänzend reagieren.

Gegen Mitte der zweiten Halbzeit wurde der Druck der Eintracht dann so groß, dass es nur noch eine Frage der Zeit schien, ehe der Bundesligist in Führung gehen würde. Die Mannheimer zollten dem hohen Tempo der ersten 45 Minuten sichtlich Tribut.

Und dann das: Kostic verliert den Ball in der eigenen Hälfte. Das Spielgerät kommt zu Jan-Hendrik Marx, der einfach mal abzieht und aus 25 Metern ein Traumtor zum 3:2 erzielt (73.)!

Die Antwort der Eintracht dann nur drei Minuten später: Durm will von rechts in den Strafraum flanken. Der Ball wird abgefälscht und landet bei Rebic, der den Ball geistesgegenwärtig Scholz zwischen den Beinen durch zum 3:3 ins Tor schiebt.

Durch ihre individuelle Klasse gingen die SGE-Kicker dann schließlich auch in Führung. Erneut der starke Durm im Waldhof-Strafraum von rechts auf Kohr, abgelegt auf Rebic und der Kroate verwandelt in Vize-Weltmeister-Qualität. 3:4 - Spiel gedreht!

(Vize-) Weltmeisterlich dann auch das finale 3:5: Kohr schickt Rebic steil, der lässt die komplette Abwehr inklusive Torhüter Scholz gepflegt aussteigen und kickt den Ball zum Hattrick und zum Schlusspunkt einer geilen Partie ins Tor!

Fazit: Der Waldhof stellte die Eintracht mit einer tollen Leistung vor echte Probleme. Die SGE kam in einer unglaublich unterhaltsamen Partie immer wieder zurück. Die individuelle Qualität der SGE-Kicker sorgte dann letztlich für das Weiterkommen der Frankfurter.

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