Dumm gelaufen! Angeheuerter Killer gibt Geld lieber für Drogen aus und verpfeift Auftraggeber

Frankfurt - Versuchte Anstiftung zum Mord in zwei Fällen wird seit Montag einem 42 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt.

Gleich zwei Menschen sollten laut Anklage getötet werden (Symbolfoto).
Gleich zwei Menschen sollten laut Anklage getötet werden (Symbolfoto).  © 123RF/motortionfilms

Der Anklage zufolge soll er Anfang dieses Jahres einen Killer auf seine Ehefrau (31), sowie den Ehemann (40) seiner neuen Lebensgefährtin angesetzt haben.

Die beiden standen nach seinem Auszug aus der ehelichen Wohnung in Frankfurt-Griesheim offenbar seinen familiären Zukunftsplänen im Wege.

Laut Anklage ging der Auftrag aber gehörig schief. Statt sich mit den ihm zunächst ausgezahlten 4000 Euro eine Waffe anzuschaffen, soll der Beauftragte das Geld für Rauschgift ausgegeben haben.

Später soll er bei der Ehefrau des Angeklagten erschienen sein und ihr von dem Tötungsauftrag ihres Mannes berichtet haben. Für den "Tipp" soll der Mann wiederum Geld gefordert haben. Der Angeklagte kam in der Folge in Untersuchungshaft.

Am ersten Verhandlungstag ließ er über seinen Verteidiger mitteilen, dass es ihm bei dem Auftrag nur um eine "Abreibung" für den Mann der neuen Freundin gegangen sei. Gegen seine Ehefrau will er überhaupt nichts unternommen haben.

Der Rechtsanwalt beantragte sowohl für seinen Mandanten als auch für den "Killer" eine psychiatrische Untersuchung. Letzterer gilt als Hauptbelastungszeuge. Darüber hinaus steht der Staatsanwaltschaft Chat-Verkehr aus dem Internet mit entsprechenden Andeutungen zur Verfügung.

Am nächsten Verhandlungstag will sich der Angeklagte umfassend zu seinen persönlichen und familiären Verhältnissen äußern. Die Schwurgerichtskammer hat sieben Fortsetzungstermine bis Anfang Januar festgelegt.

Titelfoto: 123RF/motortionfilms

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