Nach tödlichen Raubüberfall: So sehr leidet die Juweliers-Witwe (79)

Frankfurt - Im Prozess um den Raubmord an einem Schmuckhändler und Uhrmacher in Frankfurt-Griesheim (TAG24 berichtete) hat die überlebende Ehefrau von erheblichen psychischen und körperlichen Folgen berichtet.

Vor Gericht lehnte die Juweliers-Witwe eine versuchte Entschuldigung eines der Täter vehement ab (Symbolbild).
Vor Gericht lehnte die Juweliers-Witwe eine versuchte Entschuldigung eines der Täter vehement ab (Symbolbild).  © 123RF

Die 79-Jährige sprach am Montag vor dem Landgericht Frankfurt von schweren Gesichtsverletzungen, die ihr die drei Angeklagten im Oktober 2017 mit zahlreichen Tritten und Schlägen zugefügt hätten.

Weil die Täter jedoch Strumpfmasken trugen, konnte sie den Männern nicht einzelne Gewalttaten gegen sie und ihren kurz nach dem Überfall gestorbenen Ehemann zuordnen. Dass sie überhaupt überlebt habe, verdanke sie dem Umstand, dass zahlreiche Nachbarn ihre lauten Hilfeschreie gehört hätten.

Als sich einer der drei wegen Mordes und Mordversuchs angeklagten Moldawier mit einer Erklärung an die Zeugin zu wenden versuchte, rief sie aus: "Von diesen Mördern soll ich eine Entschuldigung annehmen?" Die drei 19, 21 und 26 Jahre alten Männer wurden kurz nach der Tat von der Polizei im Haus der Eheleute festgenommen. Einem vierten Täter gelang kurz zuvor noch die Flucht.

Vor Gericht räumten die Männer die Tat ein, bezichtigten sich jedoch gegenseitig einzelner Gewaltattacken. Der Prozess soll am Freitag fortgesetzt werden und ist vorläufig bis August terminiert.

Titelfoto: 123RF


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